Good bye, Zwei!

Weit, weit draußen, Hohenschönhausen. Auswärts, Nachholspiel. Sommerpause, kurz vor den ganz großen Sause. Das dreckige Dutzend fuhr getrennt, marschierte aber gemeinsam in die Pampa. Kurze Orientierungslosigkeit. Man merke: Navigation ist heutzutage eine elektronische Angelegenheit. Zum Spiel gegen Kickers Berlin gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Eine gute erste Halbzeit, folgte mal wieder ein sehr schlechte zweite Halbzeit. Die Nervosität wuchs mit jeder Minute. Der schnelle Ausfall des Mittelstürmers war auch kein wirklicher Motivationsschub. Im Gegenteil.

Damit beendeten die Sterne die Saison auf dem neunten Platz. Das ist nach dem letzten Jahr eine deutliche Steigerung. Wir danken deshalb dem Trainerstab und den Spielern für ihren unermüdlichen Einsatz. Alle Spieler die zur nächsten Saison wechseln wurden selbstverständlich würdig verabschiedet (Fußballgott!). Der Spieler des Jahres wurde mit einer Schallplatte aus dem Hause Franz Beckenbauer beglückt und jene Spieler die in der nächsten Saison weiterspielen in die Sommerpause verabschiedet. Alles in allem ein schöner Ausflug in die weiten Wowiwostocks…

PS: Wir wollen allen Fans und Freunden das Spiel des Jahres noch einmal ans Herz legen. Gänsehaut!

Knapp, knapp, knapp!

Ein schöner Tag, viele Fahnen im Wind und trotzdem fehlte etwas am Ende. Soviel können wir verraten. Alkohol war es nicht.

Am Samstag den 20.04.2013 um 12:30Uhr und bei traumhaftem Fußballwetter, war es für die „Zweite“ des roten Stern Nord-Ost Berlin wieder einmal Heimspielzeit. Der Gegner, die Berliner Amateure (FZL). Viel wurde bereits im Vorfeld der Partie gemunkelt, da im Hinspiel vor allem „des Gegners 5er“ teilweise nicht mehr nur verbal, sondern bisweilen auch darüber hinaus, mit einigen Sternen aneinander geraten war. Vor allem aber wollte man sich, für ein in der Höhe mehr als unverdientes, 1:5 Hinspielergebnis revangieren. Und so ging es nach gewonnener Seitenwahl und dem mittlerweile schon schöne Gewohnheit gewordenen Einschwörungsritual (ROTER ROTER ROTER…) hoch motiviert und sehr flott ans Werk.

So gehörte auch gleich die erste Aktion des Spiels dem Gastgeber, in Minute 1 allerdings noch in Person der geliebten Ultras, die Ihren Einzug ins Stadion mit wehenden Fahnen und Sprechgesängen zelebrierten.

Auf dem Platz begannen die Sterne derweil ungewohnt sicher und konzentriert. Wurden die ersten 15 Minuten letzte Woche noch komplett verschlafen, konnten die Anweisungen des Trainers heute von Beginn an deutlich besser umgesetzt werden und man nahm das Spiel in die eigenen Hände. Vor allem in der Hintermannschaft ließ man den Ball sicher zirkulieren und so führte in der AnfangsphaseAußer lediglich ein lang geschlagenen Ball, auf einen der schnellen Stürmer der Gäste, zu einer erwähnenswerten Halbchance der Gäste.

Die Sterne selbst kombinierten durch das eher schwach besetzte Mittelfeld immer wieder flach nach vorne und wurden vor allem durch schöne Steilpässe auf die schnellen Außenpositionen, heute besezt duch Danny (LM) und Bev (RM), immer wieder gefährlich. Konnte ein Sterne-Angriff über links nach 5 Minuten gerade noch vereitelt werden, so war es eine Minute später dann die rechte Seite, von der Bev den Ball herrlich in die Gefahrenzone 16-er brachte und Micha, heute wieder Sturmspitze, dem Ball mit der Schädeldecke so touchierte, dass der hinten dran allein gelassene Tobi nur noch einzuschieben brauchte.

Zwischenfazit: 6. Spielminute 1:0 Roter Stern, 10. Saisontor für unseren Toptorjäger Tobi (Glückwunsch), Spiel unter Kontrolle, alles nach Plan.

Auch nach dem frühen Führungstreffer wollte man sich nun nicht zurücklegen, sondern bestenfalls nachlegen und es deutete auch nichts darauf hin, dass sich an den Kräfteverhältnissen etwas ändern sollte – bis dann, nur 2 Minuten nach dem Führungstreffer ein mehr oder weniger Befreiungsschlag der Gäste aus dem Mittelfeld etwa an der Kante des 16ers aufsprang bei dem sich zuerst Innenverteidiger Stefan etwas verschätzte und anschließend Torhüter Sieben unglücklich ausrutschte, so dass der Ball kurios und völlig unerwartet in den Maschen zum liegen kam.

Betrachtet man aber den Spielverlauf bis zu diesem Zeitpunkt, so hätte dies gar kein Problem dargestellt, wäre da nicht der Eckball der Gäste eine Minute später gewesen, bei dem sich erst zwei Abwehrspieler verschätzten und der dann von einem Gegenspieler am langen Pfosten aus kürzester Distanz eingeschoben werden konnte.

DAS hatte gesessen. Und man sah einigen Gesichtern der Sterne ein „nicht schon wieder“ an. Glücklicherweise sorgten die Gäste in den folgedenen fünf Minuten nicht für weitere Gefahr und so hatte man Zeit den Schock zu verdauen und die Arbeit wieder aufzunehmen. Wenn auch bei weitem nicht mehr so selbstbewusst und souverän, konnten nun bis zum Ende der ersten Halbzeit immer wieder Möglichkeiten herausgespielt werden, die aber allesamt entweder über oder neben dem Tor endeten. Auch ein Freistoß in Minute 37, nach unnötigem Foulspiel an Daniel konnte nicht mehr für zwingende Torgefahr sorgen.

Halbzeitstand: 1:2 aus Sicht der Sterne trotz einer der vielleicht besten ersten Halbzeiten dieser Saison; außerdem kommt Johannes für Micha.

Hälfte zwei glich im wesentlichen der ersten. Die Sterne arbeiteten heute nach ihren Möglichkeiten wirklich konzentriert und konnten dies auch in eine absolute Spielüberlegenheit ummünzen, während die Gegner nur noch durch lange Befreiungsschläge, in die Hälfte des roten Sterns kam. Die Sterne hingegen spielten variabel sowohl über die Außen, als auch durch die Mitte und konnten sich wie so oft nur nicht mit dem ersehnten Tor belohnen. In Minute 53 dann der nächste Rückschlag. Nach einem umstrittenen Freistoß aus dem linken Halbfeld kommt es zum Durcheinander im Strafraum und ein Berliner Amateur schaltet erkennt die Situation als erster und erhöht somit auf 1:3.

Diesmal wurde jedoch auch nach dem Gegentreffer kompromisslos weiter gekämpft. Das Mittelfeld wurde nun vom Gegner bis fast an den 16 Meter-Raum aufgegeben und die sechser Daniel und Tobi hatten immer wieder viel Raum, um die Bälle zu verteilen oder selbst zum Abschluss zu kommen – so geschen z.B. in Minute 57, als ein Schuss von Daniel aus 20 Metern die Finger des Torhüters streift und nur ganz knapp rechts unten vorbei zur Ecke fliegt.

Aber wie auch schon in Halbzeit eins sind die Chancen nicht so recht zwingend. In der 67. Minute schaltete sich dann aber der wieder genesene und stark aufspielende rechte Verteidiger Georg S über rechts mit in die Offensive ein. Nach wunderschönem Flachpasspiel schickt Georg Daniel auf den Weg an die Grundlinie. Dieser nutzt die Gelegenheit um in den Sechzehner zu ziehen, zwei Gegner zu umkurven und auf den dritten aufzulaufen. Der Schiri wertet die Aktion des Verteidigers als stoßen und zeigt auf den Punkt. Nur noch 2:3. Achso ja – Mr. 100% natürlich – Tobi mit Saisontreffer Nummero 11.

Nun sollte also wenigstens noch ein Pünktchen her, Zeit war ja genug, doch der Gegner zog sich jetzt noch weiter zurück undvverteidigte mit Mann und Maus das eigene Tor. Auch die Umstellung auf eine Dreierkette und die Einwechslung von Jörg für Karl, der heute ebenfalls, wie auch die gesamte Abwehrkette eine tolle Leistung zeigte, führten letztlich nicht zum gewünschten Erfolg. Die letzte wirklich erwähnenswerte Situation war wohl noch eine etwas ungestüme Aktion von Torhüter Sieben, der als letzter Mann den letzten verbliebenen gegnerischen Stürmer bei einem Konter zu Fall brachte, damit eine klare Torchance verhinderte, aber von einem sehr guten Schiedsrichter gnädigerweise nur mit Gelb bedacht wurde – was jedoch sicher auch der Tatsache geschuldet war, das es bereits die 89. Minute war und auch der Gegner nicht protestierte.

Nach hart umkämpften 90 Minuten war dann auch Schluss und die Sterne belohnten sich und ihre Fans leider wieder einmal nicht für eine tolle Leistung. Dennoch war eine klare Steigerung des Teams zu sehen und die Stimmung war trotz der Niederlage so gut wie lange nicht nach einem Spiel. Last but not Least bliebe zu erwähnen, dass der Gegner (wohl wieder erwarten) eine sehr faire und sportliche Leistung gezeigt hat und man mit shake-hands den Platz gemeinsam verlassen konnte. Auch hier also eine absolute Steigerung. Also weiter so Sterne denn… „macht nichts – es gibt schlimmeres…

Macht nix, es gibt Schlimmeres!

Samstagnachmittags. Ein Fehlpassspektakel in tiefsten Ostberlin. Fußball kann so hart sein.

„Am 9. März. War da war? Ach ja, das letzte Spiel der zweiten Mannschaft. Lang ist es her. Nach der wetterbedingten weniger kurzen Spiel- und Trainingspause ging es auf zum WELT Verein, raus nach Lichtenberg, vorbei an Zilles ehemaligen bescheidenem Wohnsitz Richtung BSR Recyclinghof liegt davor der Heimspielplatz der gastgebenden Mannschaft. Das Wetter muss natürlich erwähnt werden und wird es in diesem Fall auch positiv, da es mehr als passend mitspielte, so das einem gemütlichen Duell am Samstag Nachmittag nichts im Weg stand.

Mitpspielen konnten leider nicht alle von Equipe, so das wir auf einen ausgedünnten Kader ohne Ersatzsspieler zurückgreifen mussten. Dieser Fakt und der Trainingsrückstand liessen uns auch gleich nach Anpfiff mehr als nur wackelig anfangen, so dass wir nach kurzer Zeit einem 1:0 Rückstand hinterherrannten, den der WELT Verein bis zur Halbzeit zu einem passablen 3:0 erhöhen konnte.

Da das Team nur wenig Lust hatte sich hier vorführen zu lassen ging es in der Halbzeit zackig los und das erste Tor konnte nach einem ansehnlichen Powerdribbling durch die gegnerischen Reihen, mit einem Einschieber gegen die Laufrichtung des gegnerischen Keepers, abgeschlossen werden. Nicht das erste Spiel, was wir in der Saison gedreht haben, also hiess es dran bleiben.

Das Tor gab dem Team einen Motivationsschub und mehrere ansehnlichen Kurzpassstaffetten über das Feld konnten uns bis zum gegnerischen Strafraum bringen, aber leider nicht zum Abschluss. Mit der Zeit verliessen nicht nur die Kräfte das Team, sondern es wurde Zeit für den obligatorischen Muskelkrampf, was Teile des Felds brach liegen liess und uns gegen Ende noch 3 Gegentore bescherte. Das Endergebnis mit 6:1 ist dem Hinspielergebnis vom 20.10.2012 identisch und wir bedanken uns bei dem WELT Verein für das Spiel und das anschliessende nachgezogene Frühstück im Rahmen der Kampagne „Berliner Freunde Frühstück“ vom BFV. So konnte bei lecker Gegrilltem und nem kühlen Getränk der gelungene Samstag ausklingen.“ RSNOB

Trotz aller Widrigkeiten war es ein schöner Ausflug. Ein dickes Dankeschön geht an den WELT Verein für seine formidable Gastfreundschaft. Hoffentlich sehen wir uns im nächsten Jahr wieder. FREUNDSCHAFT!

Straszenfuszball in Zwickau

III. United Colours Antifa-Streetsoccer-Cup
Samstag | 13.04.2013 | 10:00 | Hauptmarkt Zwicka
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Zwanzig Teams, unter anderem aus Aue, Plauen und Chemnitz haben sich bereits angemeldet für das Straßenfußballturnier auf dem Hauptmarkt. Das Turnier am 13. April ist ein Kooperationsprojekt von Marienthal United 08 und dem Jugendverein ‚Roter Baum‘ Zwickau.

In dem zehn mal 15 Meter großen Spielfeld stehen sich jeweils zweimal vier Spieler gegenüber. Das Turnier richtet sich zwar vornehmlich an Jugendliche, teilnehmen kann aber prinzipiell jeder. Der Anmeldeschluss wurde bis zum 10. April verlängert. Am Rande des Turniers gibt es Infostände zu antirassistischem Engagement. Infos unter: unitedcolours.blogsport.de!

Neulich in Berlin


ROTER STERN NORDOST BERLIN // GEGEN DISKRIMINIERUNG!


ROTER STERN NORDOST BERLIN // UNSER KIEZ


ROTER STERN NORDOST BERLIN // GEGEN DISKRIMINIERUNG!

RSNOB: Neue Aufklebermotive

Euer Lieblingsverein hat neue Aufkleber entworfen. Die Motive sind extrem schnicke geworden. Wenn Ihr welche haben wollt, wendet Euch an uns. Schreibt uns eine Mail (urs-berlin(at)gmx.net), wieso ausgerechnet Ihr die Sticker bekommen solltet. Wir werden dann die besten Einsendungen mit einem Packet Sticker prämieren.


ROTSPORT! ROTER STERN BERLIN 2013


NORDOST. LOVE SPORT.

Deine Mutter zieht Traktoren…

Wowiwostock. Es war kalt. Es war früh. Es war einfach nicht der Tag des Roten Sterns. Aber lest selber:

Samstagmorgen, kalte Temperaturen um den Gefrierpunkt und die Roten Sterne hatte den Tabellenführer Traktor Boxhagen zu Gast. Die Sterne gingen mit einem 4-4-2 ins Spiel und zeigten von Beginn an, dass man nicht zum Punkte verschenken angetreten war.

So gingen die ersten 10 Minuten mit konzentriertem und genauem Spiel an die Roten Sterne. So gab es bereits nach wenigen Minuten Torschüsse durch die beiden Stürmer Jonas und Julian. Doch in der 11. Minute dann der Schock. Ein Stürmer der Traktoren ließ sich über den zwar grätschenden aber bereits am Boden liegenden Danny fallen und der Schiedsrichter ließ sich zu einer klaren Fehlentscheidung hinreißen und pfiff Elfmeter. Kurz darauf stand es 0-1 für Boxhagen. Wie so häufig war nun die Ordnung der Sterne über den Haufen geworfen. Nun kam Traktor besser ins Spiel und erarbeitete sich einige Chancen. So konnte Sieben nach einer halben Stunde noch gerade einen Schuss aus einem Meter halten. In der 36. Minute fiel dann jedoch das 0-2 aus einem Freistoß für Boxhagen. Kurz darauf dann gleich aus einer Ecke das 0-3. Die Taktik der Raumdeckung galt damit als gescheitert. Der Rote Stern gab sich jedoch nicht geschlagen und versuchte wie gewohnt meist über lange Bälle das Sturmduo in Szene zu setzen. In der 39. Minute dann ein schöner Angriff über die rechte Seite. Bev flankt in die Mitte wo Jonas den Ball mit dem Oberkörper abtropfen lässt und somit auf Julian vorlegt welcher mit viel Gefühl und Vollspann den Ball in die linke obere Ecke schoss. Nun lebte der Kampfgeist neu auf und die Sterne erhöhten nochmal das Tempo. Kurz vor dem Pausenpfiff dann das Foul an Jonas, der im Strafraum zu Boden gerissen wurde. Die Emotionen kochten bei den Traktoren hoch, was auch an den häufigen nicht nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheidungen lag. Tobi blieb jedoch ganz cool, nahm sich das Leder und Schoss locker rechts unten ein. So ging es mit 2-3 und neuer Hoffnung in die Pause.

Nach der Pause waren alle Nerven beruhigt und der Rote Stern wollte es nochmal wissen. Jonathan kam für Patrick. So gab es gleich nach Wiederanpfiff eine gute Torchance nach einem tollen Fernschuss von Tobi, der allerdings sehr knapp links am Tor vorbei ging. In der 48. Minute viel allerdings das nächste Tor für die Traktoren als sich ein Fernschuss wie eine Bogenlampe noch ins Tor senkte. Danach war es wieder Tobi der erneut mit einem Fernschuss sein Glück versuchte. Aber der Ball ging knapp über das Tor. In der 52. Minute dann das 2-5 für Boxhagen. In der 60. Minute gab es nach einer guten Ecke von Daniel noch einmal eine Möglichkeit für Henning, der aber vom Ball etwas überrascht nichts Verwertbares draus machen konnte. Danach war es aber wieder Boxhagen die mit dem 2-6 das letzte Tor des Spiels schossen. Danach war die Luft raus und es die Partie verflachte. Arthur kam noch für Torsten und nach einer Ecke konnte Johannes noch einmal einen Torschuss verbuchen.

Am Ende kann man auf eine recht gute erste Halbzeit zurückblicken, in der die Roten Sterne dem Tabellenführer ordentlich Paroli boten. Die zweite Hälfte dagegen sollte lieber schnell vergessen werden.“ Quelle: Roter Stern Nordost

Stellungnahme der Ersten Mannschaft

Nach dem Verlauf der letzten Saison, einigen nicht ganz so schönen Szenen neben und auf dem Platz und v.a. dem Rücktritt unseres Trainers Falko sehen wir uns als Erste Mannschaft des Roten Sterns gezwungen, noch einmal Stellung zu den Geschehnissen zu beziehen.

Grundsätzlich wollen wir festhalten, dass wir uns über den Support von unseren Zuschauern freuen und auch hoffen, dass dieser in Zukunft nicht ausbleiben wird. Gleichzeitig scheint es aber über die Art und Weise, wie dieser Kund getan wird, unterschiedliche Vorstellungen zu geben.

Zunächst gilt für uns: wir sind Teil des Roten Sterns, teilen dessen Grundsätze und Anschauungen, auch wenn über diese – glücklicherweise – kontroverse Ansichten existieren und auch innerhalb des Vereins ausgetauscht werden. In diesem Sinne stehen wir auch voll und ganz hinter den Beschlüssen unseres Vorstands, der nicht getrennt vom Rest des Vereins, sondern als dessen zentrales Organ zu sehen ist. Seine Entscheidungen sind auch unsere; wir wollen keine Fans von uns oder einzelnen Spielern, sondern des Roten Sterns als Verein.

Zudem kam es in der Hinrunde während der Spiele, aber auch außerhalb, zu Beleidigungen unseres Trainers. Diesbezüglich leider zu spät, aber auf jeden Fall für die Zukunft: Der Trainer wird von uns als Team jede Saison demokratisch neu gewählt und erhält von uns somit die volle Legitimität auf und neben dem Platz. Dementsprechend stehen und standen wir nicht nur voll und ganz hinter ihm und verurteilen Beleidigungen ihm gegenüber in jeder Hinsicht, vielmehr ist der Trainer Teil unserer Mannschaft und gelten Verunglimpfungen ihm gegenüber auch uns. Wir dulden ein solches Verhalten in keinster Weise, egal ob auf, neben oder abseits des Platzes!

Hier scheint auch mangelnder Respekt gegenüber der ehrenamtlichen Tätigkeit in unserem Verein vorzuherrschen: als selbstorganisierter Verein ohne bezahlte Stellen sind wir auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Auch wenn es inhaltlich unterschiedliche Meinungen und auch mal Fehltritte geben kann – die Arbeit unserer jetzigen und ehemaligen Freiwilligen, die ihre Freizeit für uns und den Verein aufbringen, und insbesondere unseres Vorstandes wissen wir zu schätzen, denn ohne die ginge beim Roten Stern nichts. Deshalb fordern wir: mehr Respekt dem Ehrenamt!

Außerdem haben auch wir Vorstellungen davon, welches Verhalten neben dem Platz angebracht ist – und sexistische Sprüche wie „Schwuchtel“ oder „Fotze“ gehören da ganz sicher nicht hin. Auch wir wünschen uns mit dem Roten Stern einen Sportverein, in dem man diskriminierungsfrei Sport treiben kann – unabhängig von sozialer, kultureller oder geographischer Herkunft, von Geschlecht oder sexueller Orientierung. Und an einer völlig sinnlos aufgeheizten Atmosphäre sind wir auch nicht interessiert.

In diesem Sinne: wir freuen uns natürlich über Support und waren für den bisherigen dankbar – unter obigen Einschränkungen; eben nur, wenn ein gewisses Maß an Verantwortungsbewusstsein an den Tag gelegt wird. In diesem Sinne: macht Euch nochmal klar, liebe Zuschauer, weshalb ihr ausgerechnet den Roten Stern supported. Gerne auf eine gelungene Rückrunde mit uns: dem gesamten Roten Stern und seinen Inhalten – oder eben gar nicht.

Eure Erste Mannschaft

Quelle.

Berlin: ‚Hatun-Sürücü-Tage’

Vom 26. Januar bis zum 07. Februar veranstaltet Türkiyemspor Berlin die ‚Hatun-Sürücü-Tage’. Im Rahmen der Tage werden ein Fußballturnier aller Kreuzberger Frauenteams und eine Podiumsdiskussion zu Frauenrollen durchgeführt.

Quelle: Türkiyemspor

Geschlechterverhältnisse beschäftigten Türkiyemspor seit langem. So unterstützte der Verein in der Vergangenheit Aktionen, die gegen Gewalt in der Familie Stellung bezogen. Durch die Installation von Frauen- und Mädchenfußballteams im Verein ergaben sich zudem in der alltäglichen Arbeit aktive Erfahrungen und Einblicke in die Lebenswelten von Berliner Frauen und Mädchen. Diese flossen in die Arbeit und vereinsinterne Diskussionen ein. Giovanna Krüger, Koordinatorin des Mädchen- und Frauenfußballs bei Türkiyemspor hebt hervor: „Dem Thema Frauenrollen in der Gesellschaft wenden sich Medien, Politik und Gesellschaft entweder ethnisch, religiös oder klassenspezifisch zu. Alle drei Zugänge sind in der täglichen Arbeit im Verein erfahrbar. Wir wollen mit der Veranstaltungsreihe ein Stück unserer Sensibilisierung in die Öffentlichkeit tragen.

Beachtlich ist die Resonanz zur Teilnahme an der Veranstaltungsreihe im Vorfeld. So spielen am 26. Januar alle in Kreuzberg beheimateten Frauenteams im Hatun-Sürücü-Cup um die vom Berliner Fußballverband gestellten Pokale. Ebenso ist die Podiumsdiskussion am 4. Februar unter dem Titel „Ich darf nicht …“ qualitativ stark besetzt. Moderiert von Breschkai Ferhad (BFV) diskutieren Fachleute aus Kultur, Politik, Religion und Sozialarbeit die Situation von Frauen im gesellschaftlichen und familiären Raum.

Zum Abschluss der Tage nimmt Türkiyemspor an Gedenkveranstaltungen für Hatun Sürücü teil, die an eine mutige Frau erinnern, die ihren eigenen Weg ging. Unterstützung erhält die Veranstaltungsreihe auch von der Berliner Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat: „Ich freue mich, dass die Mädchen- und Frauenabteilung von Türkiyemspor das Gedenken an Hatun Sürücü aufrecht erhält und junge Frauen darin bestärkt, mutig und selbstbestimmt zu sein und ihren eigenen Weg zu gehen. In unserer Stadt ist kein Platz für Gewalt gegen Frauen, unabhängig von ihren Überzeugungen, ihrer Religion oder ihrem Lebensstil. Leider gehört das nicht immer zur Realität in Berlin, und das ganz unabhängig von den kulturellen Gewohnheiten oder der Herkunft der Familie.

Terminüberblick:

Samstag, 26. Januar 2013, 14 Uhr: Kreuzberger Frauen-Hallenfußballturnier in der Blücherstraße 46-47, 10961 Berlin. Es nehmen Teams von Türkiyemspor Berlin, dem DFC Kreuzberg, dem SV Seitenwechsel, den Berliner Amateuren, den Kickerinhas, Hansa 07 sowie dem BSV Al-Dersimspor teil.

Montag, 4. Februar 2013: Filmvorführung und Podiumsdiskussion „Ich darf nicht…“ – Berliner Mädchen auf der Suche nach der eigenen Identität.
Ort: Südblock, Admiralsstraße 1-2, 10999 Berlin.

18 Uhr Filmvorführung „Verlorene Ehre – Der Irrweg der Familie Sürücü“
19 Uhr PodiumsdiskussionIch darf nicht…“ – Mädchen im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Ausgrenzung, familiären Erwartungen und kulturellen Schablonen.

Moderation: Breschkai Ferhad (Berliner Fußballverband).
Gäste: Idil Baydar aka Jilet Ayse – Schauspielerin, Matthias Deiß – Regisseur “Verlorene Ehre – Der Irrweg der Familie Sürücü”, Rabeya Müller – Liberal-Islamischer Bund e.V. , Mitglied von „HEROES Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre“, Kazim Erdogan – Aufbruch Neukölln, Mitglied von Berliner Initiative gegen Gewalt gegen Frauen (BIG), Mitglied von Türkisch-Deutscher Frauenverein.

Donnerstag, 07. Februar: Gedenkveranstaltung am Gedenkstein für Hatun Sürüçü
11 Uhr: Oberlandstraße/Ecke Oberlandgarten, 12099 Berlin-Tempelhof
Veranstalter: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, u.a. mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Bezirksverordnetenvorsteherin Petra Dittmeyer

Betreten verboten

Wenn antirassistische Ultragruppen aufgeben, kehren die Hooligans in die Fußballstadien zurück

Quelle: junge Welt

Braunschweig, Rostock, Dresden, Aachen und Düsseldorf. Fünf traditionsreiche Fußballklubs und das gleiche Problem. Die ortsansässigen, antirassistischen Ultragruppen haben sich im Laufe der letzten zwei Jahre aufgelöst oder aus den Stadien komplett zurückgezogen. Auslöser waren gewalttätige Auseinandersetzungen innerhalb der Fanszene, initiiert zumeist von rechtsextremen Fangruppierungen.

Beim Zweitrundenspiel ihrer Alemannia im Mittelrheinpokal gegen Viktoria Köln Anfang Januar sangen die Aachen Ultras (ACU) ihrer Mannschaft das letzte Ständlein. Es war das unschöne Ende einer zweijährigen Auseinandersetzung zwischen antirassistischen Ultras und rechten Hooligans innerhalb der Aachener Fankurve. Drei Tage später verkündeten die Ultras aus Düsseldorf ihren vorläufigen Rückzug aus dem Stadion. In ihrer Erklärung beteuert die linke Gruppe, ihre »Auszeit« habe »interne und strukturellen Gründe«. Trotzdem ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, daß der Druck von rechten Hooligans auch sie zur Aufgabe zwang.

Ihren Anfang nahm diese Entwicklung im Januar 2011 mit der Auflösung der Unique Rebels (UR) aus Rostock. Ein halbes jahr lang hatten die Antirassisten versucht, sich als Teil der Fankurve von Hansa Rostock zu etablieren. Schließlich wurde den UR-Mitgliedern das Betreten der Südkurve verboten. Auch in Dresden endete der Versuch, eine explizit antirassistische Ultragruppe zu gründen, mit einem internen Blockverbot. Nach dem Zweitligaheimspiel gegen Union Berlin im August 2011 griffen organisierte, rechte Dynamofans die Solo Ultras (SU) mit Flaschen und Steinen an. Seitdem gehen die Solo Ultras ihren eigenen Weg und besuchen nur noch die Fußballspiele der Juniorenmannschaften von Dynamo Dresden.

Oder Braunschweig. Nach fast vier Jahren bei Handball, Jugend-Fußball und Wasserball kehrten Anfang Oktober 2012 die antifaschistischen Ultras aus Braunschweig auf die Ränge des Eintracht-Stadions zurück. Keine vier Wochen später mußten sie sich wieder zurückziehen. Wiederholte Angriffe durch rechte Hooligans in und außerhalb der Stadien zwangen sie dazu. Die Vereinsführung von Eintracht Braunschweig hat das nicht interessiert.

Nicht nur in Braunschweig drücken die Vereinsverantwortlichen bei rechten Straftaten gerne einmal ein Auge zu. Der Fanbeauftragte von Alemannia, Lutz van Hasselt, sieht die Lage in der eigenen Fanszene ebenfalls nicht so dramatisch: »Alemannia Aachen hat sich sowohl in der Vergangenheit als auch aktuell immer wieder klar gegen Rechtsextremismus und Rassismus positioniert, außerdem wurden Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund konsequent unter anderem mit Stadionverboten bestraft.« Die Realität sieht anders aus.

Seit 1999 begleiten die Aachen Ultras ihre Mannschaft durch die unterschiedlichsten Ligen. Der Konflikt mit den organisierten Neonazis und den mit ihnen sympathisierenden Personen aus den Gruppierungen Karlsbande Ultras, Alemannia Supporters und Westwall Aachen schwelt nun beinahe drei Jahre. Auf Druck der Öffentlichkeit zogen die Verantwortlichen einige halbherzige Konsequenzen. Doch selbst diese angekündigten Sanktionen gegen die rechten Schläger erwiesen sich als abgedroschene Worthülsen. Das Zaunfahnenverbot wurde für die Karlsbande Ultras zu keiner Zeit konsequent durchgesetzt. Schon zwei Monate nach Aussprache des Verbotes hing die Fahne wieder am Zaun. Statt dessen wurden die Aachen Ultras als »Nestbeschmutzer« hingestellt und als »Linksextremisten« denunziert.

Das Zusammenwirken von untätigen Vereinsführungen und wachsender Repression gegen die Ultragruppen, u.a. wegen dem Abrennen von Pyrotechnik, läßt in den Stadien eine Subkultur wieder aufleben, die man schon längst für tot erklärt hatte: die Hooligans. Im Gegensatz zu den Ultras wollen die Hooligans nicht mittels akustischem und optischem Support die eigenen Spieler anfeuern und müssen sich deshalb auch nicht konstruktiv mit der Vereinsführung auseinandersetzen. Hooligans sind Gewalt und Repression nicht fremd, sie machen einen gewichtigen Teil ihrer rebellischen Identität aus. Die Bühne, die sie für ihre Kämpfe suchen, ist nicht öffentlich, statt dessen verabreden sie sich für ihre Kämpfe an abgeschiedenen Orten.

Zwar läßt sich eine pauschale Einteilung in linke Ultras und rechte Hooligans nicht immer aufrechterhalten, aber in der Tendenz ist sie richtig. Das zeigt auch, bei aller Rivalität, die Solidarität der Ultras untereinander. Bei ihrem letzten Ausflug begleiteten rund 300 Mitglieder anderer Ultragruppen aus ganz Deutschland die Aachen Ultras, um ihre Unterstützung für deren antirassistisches Engagement zu demonstrieren. Auf ihren Transparenten waren Sprüche wie »Lieber Parasit als Antisemit« oder »Nazis Am Tivoli? Nie gesehen.« zu lesen. Nur solche gemeinsamen Aktionen der Ultras, verbunden mit der Unterstützung durch die Vereine und den DFB können den erneuten Aufmarsch der Hooligans in den Kurven verhindern.



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