Roter Platzverweis.

Folgende Nachricht erreicht uns aus Leipzig: Das erste Saisonspiel der Saison in Oschatz war zugleich auch das erste Skandal-Spiel mit Beteiligung des Roten Sterns. Neonazis skandierten ihre Parolen und zeigten den Hitlergruß. Der Anfang einer von rechtsextremen Vorfällen überschatteten Reihe von Auswärtsspielen von Roter Stern Leipzig. Es folgten Brandis, Mügeln und Schildau. Heute nun, beim Nachholspiel Roter Stern gegen Oschatz handelt der Verein selbst: Er kündigt bereits im Vorfeld an, dass bekannten Nazis der Zutritt zum Sportplatz verwehrt wird. Aus gutem Grund. Beim FSV Oschatz kickt ein Rechter, der in Mügeln unter den gröhlenden Nazis stand, welche antisemitisches Liedgut von sich gaben. Abgesehen davon, dass zahlreiche Gastmannschaften bei Spielen in Leipzig-Dölitz auf einige ihrer Spieler verzichten müssten, hat man hier couragiert gehandelt. Der Verein hat Hausrecht. Der Sächsische Fußballverband wie auch der Deutsche Fußballbund haben in ihren Satzungen und Statuten eindeutige Regelungen, dass radikales, extremistisches und ähnliches Gedankengut nichts verloren hat.

Die Erklärung des Vereins:

Das für heute angesetzte Spiel Roter Stern Leipzig gegen FSV Oschatz fand nicht statt. Die Mannschaft des FSV Oschatz hat sich vor Ort entschieden nicht anzutreten und reiste wieder ab. Hintergrund ist, dass wir einem Spieler des FSV Oschatz auf Grundlage unseres Hausrechtes und der Ausschlußklausel für Veranstaltungen den Zutritt zu unserem Sportgelände verweigert haben.

Diese Klausel besagt, dass wir uns als Veranstalter vorbehalten, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten / neonazistischen Parteien oder anderen rechten / neonazistischen Organisationen angehören, der rechten / neonazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder von dieser ausschließen.

Bei einem Spieler des FSV Oschatz liegen uns Erkenntnisse vor, dass dieser zum beschriebenen Personenkreis zählt. Wir haben bereits in der vergangenen Woche den Gastverein sowie den Fussballverband auf diesen Sachverhalt hingewiesen und den FSV Oschatz aufgefordert, uns zu unterstützen und besagten Spieler für das heutige Spiel nicht zu nominieren. Leider ist der Verein dieser Bitte nicht nachgekommen und mit dem Spieler angereist. Wir bedauern, dass auf Grund dessen das Spiel heute nicht stattfinden konnte.

Mehr dazu bei Tatort Brandis.


3 Antworten auf „Roter Platzverweis.“


  1. 1 stehplatzfanatiker 27. Mai 2010 um 15:37 Uhr

    ich würde sagen: konsequentes handeln!

  2. 2 narf 28. Mai 2010 um 4:37 Uhr

    rischtisch so!

  1. 1 love sport - hate neonazism Pingback am 30. Mai 2010 um 22:01 Uhr
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