Coole Kids tragen kein St. Pauli-Merchandise!

Okay, Du bist etwas verwundert. Du trägst ein St. Pauli T-Shirt, oder ein Totenkopf auf dem Basecap. Du bist jung, Du nennst Dich linksradikal, oder auch nicht. Du nennst Dich antifaschistisch, oder auch nicht. Jedenfalls trägst Du St. Pauli Merchandise. Vielleicht hast Du Dir das gerade gekauft, vielleicht ist es schon eine Weile her. Um auf den Punkt zu kommen. Jedes Kleidungsstück ist eine Aussage. Jedes Kleidungsstück, jedes Symbol hat eine Geschichte. Und diese gilt es zu beachten…

Mitte der 80er Jahre begann eine kleine Revolution auf St. Pauli. In den heruntergekommenen Stadtvierteln Hamburgs wuchs eine neue Punk-Generation heran. In den alten Häusern am Hafenrand etablierte sich eine militante Hausbesetzer-Szene und auf der Gegengeraden im Stadion des kleinbürgerlichen Fußballklubs St. Pauli von 1910 wurde der Schwarze Block installiert. Und über all dem thronte die Totenkopf-Fahne.

25 Jahre später ist aus einem stinkbürgerlichen Kiezklub ohne Wurzeln in der Abeitersportbewegung der bekannteste linksalternative Fußballklub in ganz Europa geworden. Wie war so etwas möglich?

Hauptsächlich war das dem Torhüter Volker Ippig, sowie der Fußballbegeisterung der damaligen Punkbewegung in Hamburg zu verdanken. Ippig, der von 1986 bis 1992 das Tor von St. Pauli hütete, war bekennender Linker. Er hat als Aufbauhelfer in Nicaragua gearbeitet und zeitweilig in einem besetzten Haus an der Hafenstraße gewohnt. Alte Paulianer erinnern sich gerne daran, wie Ippig damals „mit langen Haaren auf dem Platz steht und der Gegengerade die erhobene Faust, den Gruß der Arbeiterbewegung, entgegenreckt“.

Doch diese Zeiten scheinen schon lange vorbei zu sein. Statt dem Gruß der Arbeiterbewegung sieht man von den Spielern des St. Pauli wie sie gegnerischen Fans mittels Finger das Durchschneiden einer Kehle andeuten und der Sportdirektor, Helmut Schulte, erklärt der Deutschen Presse-Agentur seine Philosophie des Vereins: „Auch im Fußball-Oberhaus bleiben wir ein Stadtteil-Club, der regional aufgestellt ist, nicht etwa international“.

Der Gegensatz regional statt international wird an gleicher Stelle noch etwas weiter präzisiert: „Der FC St. Pauli braucht weder Dolmetscher noch Sprachkurse. Beim Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga wird akzentfrei deutsch gesprochen. Was in jeder anderen Profi-Mannschaft nahezu unmöglich wäre, ist bei den Hamburgern normal: Alle Spieler sind momentan Deutsche.

Ist es das was man will? Aus dem Kiez wird in einem Atemzug regional, und schwups, kurz darauf wird die nationale Karte gezogen. Das kuschelige linke Kollektiv mutiert zu einem deutschen Wehrdorf, und über all dem thront die Totenkopf-Fahne.

Kapital gegen Arbeit?!

Als Ende der 80er Jahre der Branchenprimus FC Bayern München mehrfach zu Gast am Millerntor war, schlug ihm der geballte Haß der Paulianer entgegen. Helmut Schulte, damals Trainer von St. Pauli, halluzinierte öffentlich einen Kampf „Kapital gegen Arbeit“ herbei. Wobei natürlich „der Malocherklub ausm Hafen“ die ‚gute Seite‘, sprich die Arbeit vertrat. Das Millerntor-Magazin machte daraus einen Klassenkampf, ausgerechnet gegen einen Verein mit jüdischen Wurzeln, wie dem FC Bayern München. Ausgerechnet in diesem Land!

Hauptärgernis der Verantwortlichen vom FC Bayern war damals die schlechte Verfassung der Umkleidekabinen, sowie des Rasens. Doch das gehört der Zukunft an. Genauso die Tatsache, dass das Kapital auf dem Millerntor verpönt wäre: „Wir müssen auch die Besserverdienenden für den Fußball begeistern“, so der derzeitige Trainer Holger Stanislawski. Deshalb werden die Business Seats auf der neuen Südtribüne von 1000 auf 1200 erhöht.

Der dafür verantwortliche ehemalige Vereinspräsident von St. Pauli, Corny Littmann, ist dabei mit dem Bayern-Boss Uli Hoeneß komplett auf einer Linie: Der hatte vor einigen Jahren den eigenen Ultras lauthals die Mär angedreht, dass ihre günstigen Stehplatztickets, von den Besucher auf den teuren Plätzen finanziert werden. Immer die gleiche Leier. Erst mit holzschnittartigen Klassenkampfphrasen gegen die Bonzen wettern, und am Ende im Schoß der deutschen Wertegemeinschaft landen. Und über all dem thront die Totenkopf-Fahne.

Apropos Totenkopf-Fahne: Anfang der 90er Jahre einigte sich die FC St. Pauli Marketing GmbH mit dem Fan-Laden darauf, daß das komplette Sortiment mit dem Totenkopfsymbol ausschließlich von den organisierten Fans veräußert wird. Doch dann kaufte sich die Marketing GmbH erst die Rechte an dem historischen Symbol einer auf dem ‚Kiez‘ beheimateten Textildruckerei ab, um sie dann 2002 für ein Darlehen an eine Hamburger Sportagentur zu veräußern. Und diese verkaufte die Rechte weiter an den französischen Mischkonzern Lagardère, der früher unter dem Namen des Matra seine Rüstungsgeschäfte betrieb. Schon komisch, wie sich die Verhältnisse so schnell, und so grundlegend verändern konnten.

Schafft ein, zwei, drei, vier… viele Rote Sterne!

Ein eingefleischter Fan von St. Pauli wird dieses Pamphlet wohl recht schnell in die Ecke werfen. Das ist ja auch völlig logisch: Er ist eben ein Fan und läßt sich durch nichts davon abbringen. Dafür haben wir, so komisch es klingen mag, sogar etwas Verständnis. Aber es gibt auch verdammt gute Alternativen als weiterhin stumpf jeden zweiten Samstag zum Millerntor zu pilgern. Viele lokale Vereine haben ihre Wurzeln in der sozialistischen Arbeiterbewegung. Diese werden heutzutage zwar in den seltensten Fällen gepflegt, aber das sollte für uns ja kein Grund sein, solch einen wertvollen Schatz weiterhin unter der Erde liegen zu lassen! In Hamburg wäre da zum Beispiel die Freie Turn- und Sportvereinigung Lorbeer Rothenburgsort von 1896 e.V.

Oder man geht noch ein Stück weiter beim Abschied vom modernen Fußball und beschreitet komplett seinen eigenen Weg: Und unterstützt einen in der Region verankerten Roter-Stern-Verein! Falls diese zu weit entfernt liegen sollten, dann ist es an Dir die Initiative zu ergreifen, in deiner Region mit Deinen Freunden, endlich einen zu gründen! Also worauf wartest Du?

Das St.Pauli-Dilemma ist die Geschichte einer linken Verirrung beziehungsweise eines Irrtums. Es ist Zeit, diesen Irrtum zu erkennen und in Zukunft einen Schal von z.B. Roter Stern Leipzig, Flensburg, Halle, Lübeck, oder Nordost Berlin zu tragen.

Coole Kids tragen kein St.Pauli-Merchandise!

Ultras Roter Stern (B) *AG Hooligans und Philosophen

/// Der Artikel ist aus der zweiten Ausgabe des Fanzines ‚Zur Sonne.Zur Freiheit‘ entnommen. Wir wollen ihn hier zur Debatte stellen, da im Netz schon von einigen missmütigen Aktivisten viele böse Worte in den Mund genommen werden, nur um diesen Text als äußerst garstige Verleumdung zu diffamieren. Wir wünschen viel Spaß beim Diskutieren und bitten um Etikette.


46 Antworten auf „Coole Kids tragen kein St. Pauli-Merchandise!“


  1. 1 egal 20. Juli 2010 um 17:26 Uhr

    traurig, aber wahr!

  2. 2 OriginalGhettoFighter 20. Juli 2010 um 17:42 Uhr

    Sankt Pauli – wer es nicht fühlt, kannn es nicht verstehen…!

  3. 3 auch 20. Juli 2010 um 19:12 Uhr

    Fussball macht den Sport kaputt

  4. 4 fussballvonlinks 20. Juli 2010 um 19:31 Uhr

    1. heisst es „mißmutig“ und nicht „missmütig“

    2. ist das eine nicht zutreffende unterstellung

    3. wird „dieses text“ nicht als äußerst gartige verleumdung diffamiert, sondern lediglich inhaltliche kritik geübt (und stellenweise sogar zugestimmt). den garstigen teil hab ich bewusst gelöscht vor dem online stellen ;)

    4. zu der besagten inhaltlichen kritk wird weder hier noch „drüben“ stellung bezogen. schade.

    ich habe den eindruck, hier har wohl jemand eine „persönliche fehde“ am laufen…

  5. 5 Altona93Fan 20. Juli 2010 um 19:35 Uhr

    Lieber Fussball mit Holzbällen, als Kommerz mit Sankt Pauli.
    Forzà AFC

  6. 6 auxarmes 20. Juli 2010 um 19:45 Uhr

    interessanter Grundansatz, leider siehts bei den meisten Sternen wohl auch nicht besser aus, siehe den cup neulich. Schland wurde dort leider auch geguckt etc. …

    Grüße an den einzig wahren Roten Stern aus Leipzig !

    Sankt Pauli sonst nix !

  7. 7 auxarmes 20. Juli 2010 um 19:46 Uhr

    pps: coole kids tragen USP merchandise ;)

  8. 8 auxarmes 20. Juli 2010 um 19:50 Uhr

    noch was: Wo ist das Problem wenn Deniz Naki Rostocker Nazihools (diesen galt diese Geste) den Halsabschneider macht ? …recherchiert erstmal ein wenig vernünftiger !

  9. 9 OMG 20. Juli 2010 um 19:51 Uhr

    zu 4. Warum kein Bezug genommen wird, weil der Artikel vor Unsachlichkeit trotzt.

  10. 10 URS 20. Juli 2010 um 19:56 Uhr

    1. Es heißt hat, nicht har.

    2. Ansichten sind äußerst subjektiv. Zum Glück!

    3. Siehe 2.

    4. Während wir wenigstens neue Wörter erfinden, es zumindest versuchen, köpfst du der Kritik das Haupt. Kauf Dir mal ein i!

    Hoffentlich kommst du dir jetzt selber etwas dämlich vor. In einem 3-Seiten langen Text zwei Flüchtigkeitsfehler aufzuspüren, selber aber genauso viele Fehler in neun Zeilen zu verstecken, spricht nicht unbedingt für Dich. Sondern eher für deinen analen Charakter…

    PS: Und schon klar, Naki macht die Geste gegenüber dem gesamten Hansa-Block, die sind ja bekanntlich alle Nazihools.

  11. 11 stehplatzfanatiker 20. Juli 2010 um 20:09 Uhr

    @ auxarmes: ich kann dich beruhigen, es waren nicht alles nazihools, ganz im gegenteil…

  12. 12 auxarmes 20. Juli 2010 um 20:16 Uhr

    @ administrator: Was bist du denn für ne Kartoffel ! *lol*

    Absolut unqualifizerte Aussage ! Wenn du das Video guckst mit Naki dann siehst du in welche Richtung Deniz guckt (falls deine Welt nicht aufm Kopf steht). …falls du jemals in Rostock auswärts warst mit einem linken Verein dann wirst du vielleicht (vielleicht auch nicht) gemerkt haben dass in dieser Ecke die Nazihools standen und stehen. --> Fakt !

    Pass mal lieber auf dass wenn de nen Mittelfinger in die Luft nach oben zeigst, dir nicht Captain Kirk ´nen Ionentorpedo auf dein verkorkstes Hirn knallt. Nach deiner Argumentation könnte er sich ja gemeint fühlen. … wobei dieser Ionenkick dir glaube ich helfen würde *g* !

    Bei Rostock sind nicht alle Nazis, dass wissen wir alle, trotzdem treten immer mehr Linke bei den suptras aus, die ihr hier ja trotzdem lieb verlinkt habt *lol* !

    Und: Was war los bei eurem RoterSternCup vom RSNO ? … hab da garnix gutes von gehört ! Erzähl mal !

    Wie gesagt: Guter Ansatz der Artikel; aber lächerlich stümperhaft umgesetzt und voll mit Fehlern. Leider.

  13. 13 auxarmes 20. Juli 2010 um 20:20 Uhr

    @ stehplatzfanatiker:

    Trotzdem galt eben diesen Deniz` Geste.

  14. 14 Hackup 20. Juli 2010 um 20:25 Uhr

    @fussballvonlinks
    Man merkt richtig, dass Sie Pro St. Pauli sind, aber Sie erkennen die Lage nicht, dass sich dieser Verein stark verändert hat. Es wäre damals für alle Beteiligten am besten gewesen in der OL HH/SH anzutreten als T-Shirts bei McDo zu verkaufen. Aber ich sehe das Projekt als St. Pauli gescheiert…

    Selbst USP besteht aus einem Teil von Mitläufern, wäre der Erfolg nicht da, würde sich diese Gruppe sich auch reduzieren und das hieße z.B. in der 4. Liga weniger USP Leute, oh ich dachte das sind alles Ultras und Ultras sind eh die härtesten Fans? Das stimmt so nicht!

    Die St. Pauli Fans die schon seit Jahren da sind und d.h. 10-20Jahre, haben häufig nicht so einen guten Kontakt zu USP, weil sie (USP) auch manchmal einfach Sachen auftischen, die nicht stimmen, z.B. alle Hansa Fans sind Nazi oder alle Dynamo Dresden Fans. Jeder Verein, auch wenns Cottbus ist, sollte nicht mit Vorurteilen (wir sind ja nicht antisemitisch), sondern mit Respekt empfangen werden.

    Zu meiner Pauli Zeit wurde egal welcher Verein! mit Freude empfangen und auch wenn man noch so unfair verloren hat, wurde mit den Gewinner gelacht und sich gefreut!

    Man beachte mal die Preise die bei manchen Portalen gezahlt werden für einen USP Schal!

  15. 15 Hackup 20. Juli 2010 um 20:55 Uhr

    @auxarmes
    Jetzt haben Sie sich aber trotzdem selbst verraten, auch wenns Nazis gewesen sein sollten, macht so eine Geste vor allen Fans und überhaupt im allgemeinen keinen Sinn, denn genau diese denken dann auch, dass diese Geste ihnen gelten sollte.

    Vielleicht haben Sie eine andere Politische Einstellung, Menschen anzugreifen, egal von welcher Gruppe! das ist unqualifiziert. Es gibt ein bekanntes Sprichwort „Kein Mensch ist Illegal!“, überlegen Sie sich das mal was das bedeutet, alle auf der Welt sollen akzeptiert werden, solange man sich nicht selbst bedroht fühlt und Gewalt einsetzen müssen.

    Können Sie sagen, dass die Hansa Fans Deniz Naki angegriffen haben?

    Bei dem Spiel hat Deniz Naki einen ganz klaren Angriff gestartet und sowas ist unakzeptabel!

    Vielleicht haben Sie eine andere Einstellung als ich, aber kein Mensch sollte angegriffen werden solange er Sie nicht angreift! Das ist eine Grundeinstellung! Wir wollen Frieden und nicht irgendeine Angriffspolitik!

    Und auch wenn die Politik im Allgemeinen Sozialistisch Entwickeln sollte, es werden dennoch alle Menschen akzeptiert, oder möchten Sie gezielt Menschengruppen angreifen und töten und damit zeigen dass sie einen niedrigeren Wert haben als andere?

  16. 16 bigmouth 20. Juli 2010 um 21:24 Uhr

    Das Millerntor-Magazin machte daraus einen Klassenkampf, ausgerechnet gegen einen Verein mit jüdischen Wurzeln, wie dem FC Bayern München. Ausgerechnet in diesem Land!

    bitte sagt, dass das satire ist.

  17. 17 RSNOBler 20. Juli 2010 um 21:51 Uhr

    @auxarmes,

    bin zwar nicht der Addi, aber vielleicht kann ich Dir trotzdem weiterhelfen.

    Grüße an den einzig wahren Roten Stern aus Leipzig

    Jaja, alles Nazis außer RSL!

    Sankt Pauli sonst nix!

    Und was ist dann mit RSL?!?

    Wo ist das Problem wenn Deniz Naki Rostocker Nazihools (diesen galt diese Geste) den Halsabschneider macht ?

    Unsere Gang stand bei dem Spiel nicht weit vom Geschehen weg. Deshalb können wir Dir guten Gewissens versichern, dass es dort das ganze Spiel über keine Nazirufe gab.

    recherchiert erstmal ein wenig vernünftiger !

    Wollte ich Dir auch gerade ans Herz legen.

    @ administrator: Was bist du denn für ne Kartoffel ! *lol*

    Bist ‚n ganz großer! Haste auch die Mumme, ihm das ins Gesicht zu sagen?

    Und: Was war los bei eurem RoterSternCup vom RSNO ? … hab da garnix gutes von gehört ! Erzähl mal !

    Der Roter-Stern-Cup war wunderschön. Frag die, die da waren oder mach Dir nächstes Jahr am besten selber ein Bild.

  18. 18 wurst 20. Juli 2010 um 23:11 Uhr

    RSNOB, BFC und FCH, die böse achse des guten geschmack!!
    ihr lappen…

  19. 19 auxarmes 21. Juli 2010 um 11:17 Uhr

    @ R-SNOB: blub

    …zieht euch mal auf youtube „gzuz 187″ und „nate 57 – santa pauli patriot“ rein – dann wisst ihr was geht – ihr lauchs !

  20. 20 stehplatzfanatiker 21. Juli 2010 um 11:26 Uhr

    @ auxarmes: genau deswegen sollte mensch kein merch von st. pauli tragen

  21. 21 Thorti 21. Juli 2010 um 11:42 Uhr

    Mich freut es, dass endlich diese Saubermann- Fassade der Paulianer bröckelt, ja teilweise einstürzt.

    Unter dem Deckmäntelchen der „Antifa“ hat man sich jahrelang ausgetobt, Gewalt angewendet und im Nachhinein so getan, als habe man im Sinne der Allgemeinheit den Kopf hingehalten, sich quasi geopfert. Heldentaten hat man vollbracht!!!!

    Das Gegenteil war / ist freilich der Fall. Diese Antifaaktivisten haben sich ein Ventil gesucht, wo sie ihre Aggressionen und Anti- Meinungen gewaltsam ausleben konnten / können. Dies auf einem Niveau, wie es feiger und rücksichtsloser nicht geht.

    Man denke allein an die Attacken auf gegnerische Fans, auf deren Busse Steine und Flaschen geworfen wurden (dabei schlimmste Verletzungen billigend in Kauf nehmend!), wo Autos bei einem Spiel in Altona (Altona gegen einen Ostclub, mit dem Pauli NICHTS zu tun hatte!!!!) zerkratzt und auf das Dach gedreht wurden, nur weil sie einem bestimmten Verein zugeordnet werden konnten – natürlich alles um die Stadt Hamburg sauber zu halten und gegen Nazis Stärke zu beweisen.

    Sehr mutig, sehr einfallsreich, wahre Heldentaten eben…, Paulianer laßt Euch eines gesagt sein: primitiver und asozialer geht´s mal gar nicht, das ist an Erbärmlichkeit nicht zu überbieten.

    Früher habe ich die Mär des weltoffenen Paulianers auch noch geglaubt, aber ein persönliches Erlebnis vor Ort hat mich eines Besseren belehrt, seitdem schaue ich genauer hin beim ach so toleranten Kiez- Club.

    Toleranz zu fordern, setzt voraus, anderen gegenüber Toleranz walten zu lassen.

    Erst mal vor der eigenen Tür kehren, wenn dort dann alles picobello ist, dann kann man mit dem Finger auf andere zeigen. Bis dahin ist es für Pauli und seine „einmaligen Fans“ ein gaaanz weiter Weg.

    Für mich sind sie nicht einmalig, für mich sind sie in Teilen!!!! genau so kriminell und gewöhnlich, wie andernorts auch, ganz gleich welche politische Gesinnung mitspielt.

    Politik hat im Fußball überhaupt nichts zu suchen.

    Himmelblaue Grüße aus dem Sauerland

    Thorti

  22. 22 rudolf 21. Juli 2010 um 13:18 Uhr

    was ist das hier mehr als identitätsstiftendes abarbeiten an der großen hassliebe/vorbild/neidobjekt/projektionsfläche?

    dass ein positiver bezug auf deutsche nationalität des kaders scheisse ist und der fc sankt pauli beweitem kein chaotischer underdog-verein ist, sondern ein mit wirtschaftlichem kalkül geführter, millionen euro schwerer profiverein, ist nicht zu bestreiten, aber erzählt mal was neues!

    und jetzt?

    geht mal zu altona, wir sehen uns dann im januar in alsterdorf.

  23. 23 Neutral 21. Juli 2010 um 14:49 Uhr

    Wer die Amateur-Vereine der Roten Sterne mit dem Profi-Club FC St. Pauli vergleicht, der macht schon im Ansatz was Falsches.

    Auch wenn es nicht völlig dummes Zeug ist, was er schreibt, lässt er die aktuellen positiven Dinge, die es bei St. Pauli immer noch gibt, außer Acht.

    Zudem ist das Sprachargument ein absolutes integratives Element und hat nix mit National etc. zu tun (das ist billige Polemik).

  24. 24 ??? 21. Juli 2010 um 15:52 Uhr

    Auch wenn es nicht völlig dummes Zeug ist, was er schreibt, lässt er die aktuellen positiven Dinge, die es bei St. Pauli immer noch gibt, außer Acht.

    die da wären?

  25. 25 gud hul 21. Juli 2010 um 19:37 Uhr

    stellt euch mal ihr lutscher!

  26. 26 URS 21. Juli 2010 um 19:57 Uhr

    @ bigmouth

    bitte sagt, dass das satire ist.

    Die Satire ist eine Realität. So ist wohl auch die Realität eine Satire.

    @ auxarmes

    …zieht euch mal auf youtube „gzuz 187″ und „nate 57 – santa pauli patriot“ rein – dann wisst ihr was geht – ihr lauchs!

    Ist das jetzte ein Drohung? Oder wolltest du uns nur dabei helfen, unsere Argumentation gegen St. Pauli weiter auszubauen? Die Affen in den Videos sehen nämlich beinahe genauso aus, wie die gegnerischen Fans von St. Pauli zu jenen Zeiten als im Osten Bananen noch Mangelware waren…

    @ Thorti

    Unter dem Deckmäntelchen der „Antifa“ hat man sich jahrelang ausgetobt, Gewalt angewendet und im Nachhinein so getan, als habe man im Sinne der Allgemeinheit den Kopf hingehalten, sich quasi geopfert.

    Wo wir schon bei Bananen sind: In Chemnitz toben sich unter dem Deckmantel des Fußballs nicht wenige neonazistische Kameraden aus. Also kümmert Euch doch erst einmal um die. Danach können wir vielleicht einmal darüber debattieren, ob Politik etwas im Stadion verloren hat, oder nicht!

    @ rudolf

    was ist das hier mehr als identitätsstiftendes abarbeiten an der großen hassliebe/vorbild/neidobjekt/projektionsfläche?

    Von den vier hier zur Auswahl stehenden Begriffen, wählen wir die Hassliebe.

    geht mal zu altona, wir sehen uns dann im januar in alsterdorf.

    Ist das eine Einladung zum gepflegten Meinungsaustausch? Eine Drohung? Oder doch nur die übliche anonyme Kraftmeierei im Internet?

    @ Neutral

    Zudem ist das Sprachargument ein absolutes integratives Element und hat nix mit National etc. zu tun (das ist billige Polemik).

    Echt? Das musst du uns aber erst einmal erklären. Wieso sprechen den nicht alle Spieler von St. Pauli englisch? Oder dänisch?

  27. 27 bigmouth 22. Juli 2010 um 11:24 Uhr

    es ist vollkommen irrelevant für den status von bayern münchen im deutschen fußball, dass die jüdische wurzeln haben

  28. 28 auxarmes 22. Juli 2010 um 11:25 Uhr

    „Im Nachhinein wurden wir darüber informiert, dass es auf dem Gelände diskriminierende Sprüche, wie „Schiri, du Fotze“ und „SCHEIß ZECKEN“ gab.“

    „Für das !!! PUBLIC VIEWING !!! stellten wir ein Zelt auf, um eine einwandfreie Bildübertragung garantieren zu können. Das WM gucken funktionierte bis auf ein paar kleinere Störungen der DVBT-Anlage und einem 4-minütigen Stromausfall auch sehr gut.“

    …gehört habe ich NOCH schlimmeres von eurem R-SNOB cup…

    kehrt mal vor eurer eigenen Haustür ihr Pfeifen, hier dick einen auf Moralapostel der Linken Szene im Fußball machen aber selber nichts gebacken kriegen – einfach nur armselig !

    @ Admin:

    Echt ? Die sahen beinahe so aus ? Na wenn die SOOO aussahen… Aussehen ist ja wichtig heutzutage gell ?
    Wegen Eindruck = Ausdruck und gentrification und so stimmts ? Von außen betrachtet das Aussehen von Menschen zu beurteilen ist jetzt ja sehr links und so gelungen…

    Nee, ich finds auch voll schlimm dass jetzt nicht mehr nur Hippies, Yuppies und Studenten von außerhalb, sondern auch Kanacken aus Sankt Pauli die Sachen tragen – geht garnicht. Voll nicht. Passt auch garnicht zu meinem Bild was ich von Sankt Pauli immer hatte. Komisch, ey, irgendwie. Komm grade nicht klar … Ist DAS etwa die Wirklichkeit ? Und wenn ja – wielange schon ? Hab ich was verpasst ? Hab ich zu viele Drogen genommen ? Bin ich verpeilt ? Wie konnte so eine Entwicklung bloß an mir vorbeigehen ? Ich raffs nicht ! War ich zu selten auf Sankt Pauli ? Lebe ich garnicht dort ? Was los Aller ?
    Sankt Pauli war doch immer gewaltfrei ? IMMER ! Und welche bösen Wörter die benutzen ! Tsts – unerhört ! …Ich glaube ich habe einfach keine Ahnung aber will trotzdem mitreden.

    ;)

  29. 29 URS 22. Juli 2010 um 15:34 Uhr

    @ bigmouth

    Für dich vielleicht. Was wiederum gegen dich spricht.

    @ auxarmes

    Ich glaube ich habe einfach keine Ahnung aber will trotzdem mitreden.

    Das trifft es ganz gut. Zuerst einmal bist du hier nicht auf der Seite des Roten Stern Nordost Berlin. Wenn Du lesen könntest, wüsstest du das. Wir bringen in dem Text ja auch nicht den Verein St. Pauli und USP durcheinander.

    Was die Jungs in dem Video betrifft, so kann man eigentlich nur einen richtig erkennen. Und der sieht aus, wie ne frisch gepflückte Kartoffel aus Brandenburg.

    PS: Was dein Problem mit einem Stromausfall ist, das bleibt wohl dein Geheimnis.

    PSS: Eure Spieler, arbeiten für die Bullen! Noch Fragen?

  30. 30 Neutral 22. Juli 2010 um 19:44 Uhr

    75 + 25 = 100

    Bisschen ausgewogener, aber trotzdem kritisch. Bald gibt’s auch eine BBC Doku und der zweite Kinofilm wird gerade gedreht.

  31. 31 hab ich 23. Juli 2010 um 13:00 Uhr

    „…gehört habe ich NOCH schlimmeres von eurem R-SNOB cup… “

    Dann sprich dich mal aus. Die Verantwortlichen können ja nur zu dem was sagen, was ihnen mitgeteilt wurde und was sie selbst erfahren haben. Die Problematik die vom „Hören-Sagen“ ausgeht ist dir hoffentlich bewusst, daher wähle bitte offene Worte und erkläre auch gleich aus welcher Richtung das kommt.

    Ich frag mich, wo die Annahme herkommt, dass der RSNOB oder die URS „links“ sind. Sind Menschen automatisch links, wenn Sie gegen Diskriminierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vorgehen? Meines Wissens nach gibt es keine Publikation der beiden Gruppen in denen solches jemals behauptet wurde oder aktuell wird.
    Vielleicht bei der Kampagne „love sports – hate neonazism“ ? Fehlanzeige. In den Selbstdarstellungsbroschüren? Fehlanzeige.

    Der Rote Stern Leipzig hat ja gleich mal in Ihre Grundsatzerklärung geschrieben, dass sie linksradikal sind. Ihre Sache. Die Berliner Fraktion ist anders. Oder hat eine andere politische Ausrichtung. Das weiß ich nicht.

  32. 32 fussballvonlinks 23. Juli 2010 um 16:36 Uhr

    menschen wie zumindest einer von der urs sind es, die fußball in den meisten fällen unerträglich machen. und immer wieder schön an aller inhaltlichen kritik vorbei auf formalia rumhacken und es dann anderen vorwerfen und irgendeinen fachausdrcuk aus der psychoanalyse rüberwachsen lassen, um den bildungsmacker raushängen zu lassen. fakt ist: ich habe inhaltliche kritik geäußert. XXX hast nichts darauf erwidert. etwa weil ich recht habe mit meiner kritik? dem wirste wohl kaum zustimmen, oder?! dann liefer mal besser argumente statt bla und blubb und identitärem rumgeprolle!

    ps: fabian boll ist ein weitaus sympathischerer mensch als XXX und ist mir (ich kenne ihn seit dem kindergarten) im gegensatz zu XXX noch nicht einmal durch diskriminierendes verhalten aufgefallen (und ich kenne XXX alles zusammen gerade mal ein paar stunden). und lieber vernünfte menschen bei den bullen als politisch untragbare menschen in der linken. punkt.

  33. 33 URS 23. Juli 2010 um 17:39 Uhr

    So, jetzt wird es langsam lächerlich. Während wir hier mit allen Kommentatoren relativ sachlich versuchen am Gegenstand entlang zu diskutieren, kommt von Dir andauernd irgendwelche persönliche Grütze…

    1. Du hast angefangen in unserem Text nach Rechtschreibfehlern zu suchen. Keiner hat Dich dazu gezwungen. Wir haben Dir als Antwort darauf einfach nur klar gemacht, dass so etwas ganz schnell nach hinten losgehen kann.

    Also, wer hat hier als Erstes den Bildungsmacker heraushängen lassen?

    2. Es ist nicht irgendein Fachausdruck aus der Psychoanalyse sondern derjenige der deinen Charakter am Besten trifft.

    3. Deine Kritik würden wir vielleicht beantworten. Dazu müssten wir sie bzw. dich ernst nehmen. Dies ist aber nach deinen letzten, vor allem auf eine Person gerichteten, Ausfällen schon lange nicht mehr der Fall…

    Wir können uns nämlich nicht mehr des Eindruckes erwehren, dass hier wohl jemand eine „persönliche Fehde“ am Laufen hat. Ausrufezeichen!

  34. 34 pusch 26. Juli 2010 um 1:26 Uhr

    Wie süß…

    N paar Oi Pansen regen sich darüber auf das die erste Dead kennedys Paltte jetzt jeder hört…ihr seid nicht die ersten und werdet nicht die letzten sein,die völlug uninformiert und weitab vom Geschehen irgendwas zusammen bastln was dann der Durchschnittsheiopei als „echt aber wirklich mal kritisch“ so im Netz lesen kann um das nächste JUZ-Gespräch beim 7ten Bier so ganz inside mitgestallten zu können….keine Bange.Die St.Pauli Fanszene wird nicht kümmern.Heute nicht und nicht vor 20 Jahren.

  35. 35 stehplatzfanatiker 27. Juli 2010 um 12:53 Uhr

    A Propos Rostock: Am 11.9. ist Hansa (und deren Fans) zu Gast im Karl-Liebknecht-Stadion in Potsdam. Es gilt, die Fans von Babelsberg 03 als positives Gegenbsp eines linken Fussballclubs tatkräftig zu unterstützen.

  36. 36 ??? 27. Juli 2010 um 17:46 Uhr

    @stehplatzfanatiker

    du hast es nich gerafft alter, wenn schon karl-liebknecht-stadion, dann gästeblock, erst recht bei hansa.

  37. 37 stehplatzfanatiker 27. Juli 2010 um 17:58 Uhr

    schön das hier irgendwelchen bescheuerten heinis unter meinem namen schreiben. ich kann euch alle beruhigen, der stehplatzfanatiker steht bei den rostockern ;)

  38. 38 therat 09. August 2010 um 13:07 Uhr

    ah haha,
    wie ihr hansa hänse versucht pauli madig zumachen, wie geil echt wers ernst nimmt ist selber drann schuld ah hahaha

    ps. und tradition unso ahhaha

    grüße aus le

  39. 39 Düpdüdüdüü 16. August 2010 um 2:49 Uhr

    @bigmouth

    Vor der NS-Zeit war Kurt Landeuer Präsident beim FC Bayern. Landauer war Jude. 1933 musste er das Amt als Präsident niederlegen und bis 1945 konnten die Nazis nicht richtig Fuß beim FC Bayern fassen, wodurch die Bayern als Judenclub verschrien waren.

    Übrigens erst durch Uli Hoeness, wurden die Bayern zu dem was sie heute sind. Eine Fußballclub mit mehreren Millionen Plus auf dem Konto, ohne einen großen Förderer-Didis Hopp und Mateschitz. Auf letzteren Weg sind inzwischen einige andere Fußballvereine gekommen. Kann man bestimmt alles auf Wikipedia nachlesen.

    Übrigens, wieso zu Roter Stern Vereine oder St. Pauli gehen? Support your Local Antirassistisch gerichteten Fußballverein! Die wenigsten müssen bis Hamburg oder Leipzig fahren, außer sie wohnen im lokalen Umfeld ;-) .

  40. 40 claudette* 01. Juli 2012 um 1:47 Uhr

    Au Backe, hab´ da echt was nicht mitbekommen ,….denn ich dachte:“ FUßBALL WÄRE EIN SPIEL!“----das Spass macht, Menschen verbindet,Faszination und Leidenschaft verbunden mit Respekt für ganz besonders fähige Beinakrobaten und tröstende Worte für diejenigen,die es nicht ganz so gut,aber auf jeden Fall beim nächsten Mal wieder dabei sind…der Leidenschaft wegen…..AM SPIEL!!!, nicht zu verwechsechseln mit der Leidenschaft Pokale zu sammeln,oder nach einem verlorenem Spiel, als NICHT-MITSPIELER, Leid zu schaffen indem man anderen die Fresse poliert,weil man ein „schlechter Verlierer“ ist…mit psychopathischen Tendenzen:“ wenn ich es nicht haben kann,kriegt es keiner.“…..Die Spieler der großen Vereine bekommen Geld für ihren Job;das ist kein Spiel,das ist Arbeit! Leidenschaftlich arbeiten!????? Nie von gehört!also,spielt doch lieber selbst mal wieder;)……..WENN DIE ZUSTÄNDE NICHT SO ZUSTÄNDEN,KÖNNTE MAN DURCHGREIFEN… ;oder wie Erich Kästner einst schrieb:“ Nie dürft Ihr so tief sinken, von dem Kakao durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken. In diesem Sinne

  41. 41 Rote Heimat Liebe 13. September 2012 um 20:29 Uhr

    Der Roter Stern Leipzig ,hat so viel mit der Arbeiterbewegung zu tun wie RB Leipzig.Sorry aber die meisten Fans und Mitglieder sind keine Linken sondern nur einen Haufen GRÜNER Juppis.Schönen Abend noch, Rotfront

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