BRB: Neonazis unterrichten im Kampfsport

Der aktuelle Verfassungsschutzbericht für Brandenburg warnt vor rechten Kickboxern. „Es wird versucht, Kampfsport als Plattform für rechtsextreme Agitation zu nutzen“, sagte Verfassungsschutzchefin Winfriede Schreiber. Es gehe Neonazis darum, „sich selbst zur Waffe zu formen und diese auch einzusetzen.“ In Brandenburg habe sich ein rechtsextremes Kampfsportmilieu herausgebildet. Es gebe Verbindungen zur Türsteherszene und „punktuell“ zum Wachschutzgewerbe.

Klandestin werden interne Boxkämpfe organisiert oder wie im Fall des inzwischen suspendierten Cottbussers Markus Walzuck Vereine unterwandert. Die Lübbener „Northsidecrew“ verstehe sich gleich als „nationale Kampfsportvereinigung“, die sich in ihrem Logo offen an der SA anlehne.taz

Kickbox-Schaukämpfe, sogenannte Fight-Nights, besuchen bis zu tausend Gäste. Für Neonazis sei Kampfsport wegen der „hohen Affinität zum Körperkult“ in der rechten Szene attraktiv und man lehne sich an die Ästhetik des Nationalsozialismus an, sagt der Verfassungsschutz.

Als Beispiel nennt der Bericht den „semiprofessionellen“ Cottbuser Kickboxer Markus Walzuck. Der vom Verfassungsschutz als Hooligan und Rechtsextremist eingestufte Mann läuft bei Turnieren mit Musik der rechtsextremistischen Band ‚Blitzkrieg‘ als „nationalrevolutionärer Krieger“ auf. „Nationale Kampfsporttage“ werden regelmäßig und konspirativ vom Neonazi-Netzwerk „Widerstand Südbrandenburg“ in der Lausitz, einem Schwerpunkt von Szene-Aktivitäten im Land, organisiert.


1 Antwort auf „BRB: Neonazis unterrichten im Kampfsport“


  1. 1 Rechtes Engagement in Sportvereinen registriert « URS – Ultras Roter Stern Pingback am 09. Januar 2013 um 17:23 Uhr
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