Archiv für September 2012

DFB: Auf einem Auge blöd!

Bei Mainz 05 war beim letzten Heimspiel ein roter Doppelhalter mit weißem Stern und einer Maschinenpistole zu sehen, auf dem in roten Lettern “USM” prangte – das Kürzel für Ultra Szene Mainz. Das Symbol ist abgekupfert – von der RAF. Obwohl der Halter keineswegs neu ist, sorgt er nun für künstliche Empörung, vor allem bei der “BILD” und dann beim DFB – bei dessen “Ermittlungen” man nicht erst seit gestern den Eindruck haben muss, sie seien vor allem von medialen Stichwortgebern abhängig.

Quelle: Publikative

Nach dem BILD-Artikel, in dem von einem “Skandal” und einer “RAF-Fahne” die Rede war, ermittelt nun der DFB und hat Mainz 05 zu einer Stellungnahme aufgefordert. Fast schon zerknirscht musste das große Meinungsbilderblättchen später feststellen, dass die Fahne “kein strafrechtliches Nachspiel” hat. Grund ist allerdings nur bedingt, dass “die RAF sich aufgelöst hat und nicht mehr existiert“, wie BILD mit atemberaubendem Nachrichtenwert eine Staatsanwältin zitiert, sondern dass das Symbol in Deutschland zu keinem Zeitpunkt verboten war – geschweige denn ist. Zur Aufdeckung dieses “Skandals” brauchte BILD aber immerhin mindestens drei namentlich genannte Journalisten.

Im Schlepptau der BILD bekleckerte sich auch die Deutsche Presseagentur dpa nicht gerade mit Ruhm: Sie bezeichnete in einer von vielen Medien wie immer ungeprüft übernommenen Meldung “das rote Tuch mit dem weißen Stern und der Maschinenpistole” als “das untrügliche Zeichen der ehemaligen Rote Armee Fraktion“. Der Mainzer Pressechef Tobias Sparwasser durfte dazu von einem “geschmacklosen Transparent” sprechen und versichern, der Club “werde in aller Form dagegen vorgehen“. Außerdem empfahl er “den Fahnenschwenkern Nachhilfeunterricht”: “Die Jugendlichen, die ich hinter dem Objekt sehe, waren zu Zeiten der RAF noch gar nicht geboren. Sie scheinen gar nicht zu wissen, was für ein Symbol sie da verwenden“, erklärte Sparwasser.

Selbsternannte mediale Nachhilfelehrer

Geschenkt sei den ahnungslosen Aushilfspädagogen ihre mangelnde Sachkenntnis im Hinblick auf “das untrügliche Zeichen der ehemaligen Rote Armee Fraktion“, nämlich einen ROTEN Stern auf WEIßEM Grund – denn welch historischen Bezug hätte wohl ein weißer Stern gehabt? Geschenkt sei Herrn Sparwasser sein paternalistischer Gestus im Hinblick auf “Jugendliche”, die nicht wissen, was sie tun. Er lese dazu den FAZ-Autor Daniel Meuren, der völlig zu Recht darauf hinweist, dass der Doppelhalter “als satirischer Konter gedacht” war, “gegen die Generalverurteilung der Ultras als Gewalttäter, um mit Satire auf Populismus zu reagieren“. Auch kann man wissen, dass Ultrà-Gruppen sich Zeit ihrer Existenz immer wieder extremer politischer Symbolik bedienten, und zwar in den seltensten Fällen, um sich selbst politisch zu positionieren, sondern vor allem um mit der eigenen “Gefährlichkeit” zu kokettieren. Man sehe sich in dieser Hinsicht nur einmal das Ultrà-Mutterland Italien an und frage sich, wieso es wohl Brigate Rossonere oder Collettivo Autonomo Viola hieß? Doch wie gesagt: geschenkt!

Meuren macht auf mindestens zwei weitere Punkte aufmerksam, die das Vorgehen der medialen Meinungsbildner und ihrer als DFB-”Ermittler” getarnten Schoßhündchen erst so richtig ärgerlich machen: Denn erstens muss eine “offene Gesellschaft, die sich Satire gestattet und als Kunstform versteht, auch mit bissigen Stellungnahmen aus Fankurven zurechtkommen, solange nicht Menschen direkt verunglimpft werden.” Und zweitens sind “demagogische Parolen wie auf den kürzlich gezeigten Transparenten Rechtsradikaler im Dortmunder [Stadion]” eben etwas völlig anderes – und nicht einfach dieselbe Kategorie von “Fußball-Skandal”, wie BILD mit dem Dachzeilen-Dreiklang “RAF-FAHNE – NAZI-PLAKATE – DFB-BELEIDIGUNG“ suggeriert.

DFB-Justiz: Willkürlich, “unpolitisch”, BILD-hörig

Beim Dortmunder Gastspiel in Hamburg am vergangenen Samstag hing in der Heimkurve erneut das Banner der “Löwen” – das Symbol einer Gruppierung mit mehr als dubioser Vergangenheit, deren damalige Mitglieder für den Tod des 16-jährigen Bremer Fans Adrian Maleika 1982 maßgeblich mitverantwortlich waren – und die zudem starke rechtsradikale Tendenzen hatte. Passenderweise hatten die alten Hauer auf der Dortmunder Gegenseite auch noch die Fahne der “Borussenfront” gehisst – offenbar das erste Mal seit langer Zeit. Die von Siegfried “SS-Siggi” Borchardt gegründete Nazi-Hool-Truppe ist in der Szene eine Legende.

Und? “Ermittelt” der DFB wegen dieser Banner, die einen eindeutigen Bezug zur dunklen rechtsradikal dominierten Gewaltvergangenheit des deutschen Fußballs herstellen? “Ermittelt” er gegen Alemannia Aachen wegen der teilweise mit Nazi-Schlägern bestückten “Karlsbande” und deren gewalttätigen Übergriffen auf andere Aachener Ultras? Jede Woche kommt es in deutschen Stadien zum Beispiel zu homophoben oder sexistischen Äußerungen, die sogar in derber Wortwahl auf Bannern stehen können, ohne dass es den Verband groß interessiert. Auch für Gruppenfahnen, auf denen beispielsweise “NS-Boys” steht, zeigten die “Ermittler” bislang wenig Interesse.

Nicht, dass irgendetwas an solchen “Ermittlungen” besonders nützlich wäre, weswegen man sie hier auch nicht zu fordern braucht. Aber wieso rückt nun ausgerechnet der uralte Mainzer Doppelhalter in den DFB-Fokus? Die Antwort ist so einfach wie ernüchternd: Weil es in der BILD stand.

Die Zweite: Tabellenerster!

Scheiß Wetter. Die Stimmung gedrückt. Eine rote Karte. Aber trotzdem gewonnen. So muss das laufen. Ein dreckiger Sieg gegen einen dreckigen Gegner. Viele Fouls, viele Fehlpässe, ein Spiel zum Abgewöhnen, wenn man Fußballästhet ist. Sind wir aber nicht! Wir hatten Spaß, darüberhinaus auch noch nen Kasten Bier, gespendet vom Publikumsliebling (Dankeschön!), und warme Kleidung.

„Am vierten Spieltag der Freizeit– Kreisliga hieß der Gegner für die zweite Mannschaft des Roten Sterns SC Kickers Berlin 08. Das neu gegründete Team ließ keinen Raum für Spekulationen, da es für die Kickers erst das zweite Ligaspiel war. Nichtsdestotrotz wollten die Sterne die vorläufige Tabellenführung wieder zurückerobern und so einen perfekten Saisonstart hinlegen. Pünktlich um 12:30 wurde dann das Spiel im heimischen Stadion Buschallee angepfiffen.

Trainer Antonio hat die Mannschaft kurz vor Anpfiff heiß auf einen Sieg gemacht, was man auch direkt von Beginn an erkennen konnte. Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da verloren die hoch aufgerückten Sterne den Ball und es drohte der erste Konter der Gäste. Dies wusste der defensive Mittelfeldspieler Robert gut zu verhindern und stoppte den Gegner mit einem taktischen Foul. Dafür sah er aber auch zu Recht die gelbe Karte. Eine frühe Karte also für einen Spieler in zentraler Position, die aber im weiteren Spielverlauf keine weiteren Konsequenzen nach sich zog.

Als Zuschauer sah man in den nächsten 20 Minuten ein super ansehnliches Spiel mit teilweise klasse Kombinationen der Sterne, wie man es sonst nur aus Videospielen kennt (das Training auf der Heimspielanlage zahlt sich also aus). So erarbeiteten sie sich immer wieder Chancen, kamen auch zum Abschluss, nur die Zielgenauigkeit fehlte noch ein wenig. In dieser Zeit spielten die Sterne sehr ballsicher und offensiv. So konnten die Gäste sich hin und wieder nur durch lange Pässe retten, was aber der sehr gut mitspielende Keeper René immer zu unterbinden wusste. Nur Sekunden vor dem Halbzeitpfiff sorgte die einzige Sturmspitze Falko dann für die Führung der Sterne. Nach einer kurz und flach geschlagenen Ecke von Georg grätschte Falko über den Torwart ins gegnerische Tor. 1:0. Halbzeitfazit: Ein eher ausgeglichenes Spiel mit leichtem Vorteil und nicht unverdienter Führung für den Roten Stern.

Nach der Pause ging das Spiel dann so weiter, wie es in der ersten Halbzeit endete. Das Spiel floss dahin, und der ruhige Spielaufbau der Sterne ermöglichte es ihnen, sich immer wieder mit tollen Kombination gute Möglichkeiten zu erarbeiten. So hatten in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit die Offensivkräfte Falko, Henning und Tobi jeweils gute Chancen, die Führung zu erhöhen. Der Gegner nahm inzwischen kaum noch am Spiel teil, kam nicht mehr in Strafraumnähe der Sterne. Umso erstaunlicher und bitterer ist dann in der 69. Minute der Ausgleichstreffer, der auch gleichzeitig der einzige Torschuss der Gäste in der zweiten Halbzeit war. Der starke Wind machte einen langen Ball der Gäste für unseren Innenverteidiger nur schwer zu berechnen. Der Ball wurde so unglücklich auf den durchstartenden Kickers-Stürmer verlängert und fand noch durch das Bein eines Sterne-Spielers den Weg ins Tor.

Das Spiel wurde also noch einmal spannend. Mit der Spannung nahm das Spiel auch an Hitzigkeit und Aggressivität zu. Der Abwehrspieler Jörg, der zuvor schon für ein hartes Einsteigen mit der gelben Karte bestraft wurde, wurde vom Schiri in der 80. Minute mit Gelb-Rot wegen Meckerns vom Platz gestellt. Die Sterne spielten die letzten zehn Minuten nur noch zu Zehnt. Jetzt konnte man die Früchte des guten Trainings erkennen, denn trotz Unterzahl hatten die Sterne das Spiel unter Kontrolle, erspielten sich Möglichkeiten und ließen dem Gegner keinen Raum zum Spielen. In der 84. Minute dribbelte Georg sich durch die gegnerischen Abwehrreihen und versenkte im Anschluss das Leder unhaltbar in der rechten unteren Ecke. Die Sterne schossen erneut den Führungstreffer zum 2:1, der gleichzeitig das Endresultat bedeutete.“ Quelle

Fußballfans im Visier von Sachsens Verfassungsschutz

Quelle: MDR Online

Der sächsische Verfassungsschutz hat offenbar vier Fangruppierungen sächsischer Fußballvereine im Visier. Nach einem Bericht der „Sächsischen Zeitung“ stehen Mitglieder der Gruppen im Verdacht, rechtsextremistisch aktiv zu sein. Innenminister Markus Ulbig sagte dem Blatt, betroffen seien der Regionalligist Lok Leipzig sowie der Drittligist Chemnitzer FC. Neben der bereits seit längerer Zeit beobachteten Gruppierung „Blue Caps LE“ seien jetzt auch die Gruppen „Szenario Lok“ sowie die Chemnitzer Ultra-Gruppen „New Society/NS-Boys“ und „Hoonara“ in den Fokus des Verfassungsschutzes gerückt.

Ulbig prüft eigene Polizeieinheit

Innenminister Ulbig betonte laut Bericht, dass die Überwachung nicht dem Großteil der friedlichen Fans oder den Vereinen selbst gelte. Es gehe darum, Rechtsextremisten entgegenzutreten, die den Fußball als Bühne missbrauchten. Laut Ulbig werden keine Anhänger des Zweitligisten Dynamo Dresden beobachtet. Allerdings laufe gegen die derzeit nicht in Erscheinung tretende „Faust des Ostens“ ein Verfahren wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Ulbig sagte der Zeitung, er wolle insgesamt den Druck auf die Neonazi-Szene verstärken. So werde derzeit geprüft, ob eine neue Polizeieinheit eingerichtet wird, die Aktionen gegen Rechtsextremisten koordiniert. Die Beamten könnten an einschlägigen Treffs Präsenz zeigen und Aktionen gegen Rechtsextremisten koordinieren. Nach Aussage des Ministers ist die rechte Szene derzeit stark im Wandel. So werde ein starker Zulauf nicht parteigebundener Extremer verzeichnet.

Fanforscher: „Nie war es so sicher wie heute!“

Rassismus beim Sachsenderby, Randale beim Leipziger Stadtduell, Cybermobbing gegen die Profis Frahn (RB Leipzig) und Pezzoni (Köln) – der Fußball sorgt in diesen Tagen mal wieder für heftige Schlagzeilen. Wir haben mit dem Fanforscher Professor Doktor Harald Lange vom Institut für Fankultur (Uni Würzburg) über die aktuellen Probleme gesprochen. Er beschreibt, warum die Fans aufbegehren, wann die Klubs gefordert sind und welche Art von Geisterspiel er spannend finden würde.

Quelle: MDR.DE


Herr Lange, wenn man die aktuelle Nachrichtenlage betrachtet: Kann man überhaupt noch zum Fußball gehen ohne Angst haben zu müssen?

Ein Stadionbesuch ist, rein statistisch gesprochen, so sicher wie noch nie. Es gab in der vergangenen Saison rund 800 Verletzte. Das betrifft die 1. und 2. Bundesliga sowie die 3. Liga. In Relation zu den Zuschauerzahlen gab es noch nie so wenig Verletzte. Zum Vergleich: Auf dem Münchner Oktoberfest gibt es pro Tag 800 Verletzte. Und da sagt keiner, dass das gefährlich wäre. Aber: Das Thema Fans ist in den letzten zwei Jahren zusehends in die Öffentlichkeit gerückt, auch durch Äußerungen von Politikern, deshalb scheint es subjektiv gefährlicher geworden zu sein.

Gibt es denn in Sachen Gewalt einen Unterschied zwischen Ost und West?

Das wird zwar gerne kolportiert, lässt sich statistisch aber nicht belegen. Jede Stadt und jeder Verein hat so seine Probleme. Das ist aber kein Ost-West-Problem.

Ein heißes Thema hier in Mitteldeutschland ist der von Red Bull unterstützte Klub Rasenballsport Leipzig. Die Leipziger nehmen den Verein an, wie die Zuschauerzahlen zeigen, viele Fans in der Region lehnen den Klub aber auch ab. Warum kochen die Emotionen da so hoch?

Das ist ein sehr gutes Beispiel, um über Fankultur ins Gespräch zu kommen. RB steht bei den traditionsbewussten Fans im Abseits, weil sie als Inbegriff der Kommerzialisierung verstanden werden. Sie sind so etwas wie die Hausmarke des modernen Fußballs, die Kritik auf sich zieht. Ob das nun berechtigt ist oder nicht. Die Ultrabewegung, die Red Bull am heftigsten kritisiert, steht für völlig andere Werte. Eben für Tradition, Mitbestimmung, das Vereinswappen, den Stadionnamen und die Herkunft der Spieler. Nicht für eine zusammengekaufte Mannschaft und einen Konsumenten, der sich nach dem Motto „Let me entertain you“ drei Stunden am Sonnabend unterhalten lässt. Da ist Red Bull einfach das Kommerzialisierungsbeispiel par excellence.

Ein neues Problem im Fußball ist Cybermobbing. Wer macht so etwas?

Feiglinge machen so etwas, die nutzen die Anonymität des Internets, um ihre Meinungen zu äußern, da bietet das Internet solche Möglichkeiten. Das ist eine Entwicklung, mit der wir zunächst leben müssen. Wenn ein User mit seinem Namen die Drohung versehen müsste, dann würde er sich das genauer überlegen.

Beim 1. FC Köln wurde der Spieler Kevin Pezzoni nach einem 0:2 in Aue nicht nur im Netz, sondern auch noch vor dem Haus bedroht. Beim 1. FC Magdeburg gab es Ende des vergangenen Jahres einen ähnlichen Fall, als Daniel Bauer an seiner Haustür bedroht wurde. Wie sollen die Klubs mit solchen Fällen umgehen?

Man darf diesen Leuten keinen Zentimeter Raum geben. Diesen Forderungen darf man nicht nachgeben. Auch wenn der Fall Pezzoni ziemlich undurchschaubar ist, lässt es hier und da doch den Schluss zu, dass der Verein eingeknickt ist. So etwas darf auf keinen Fall passieren. Opfer von Internet-Mobbing müssen geschützt werden. Da muss man ganz klar Position beziehen und sagen: „Das hat bei uns keinen Platz. Da gehen wir schonungslos gegen vor.“ Das ist unendlich wichtig für unseren Fußball.

Kommen wir zu Strafen für Vereine nach Ausschreitungen: Haben sich da die Geisterspiele bewährt?

Nein, das ist die denkbar schlechteste Lösung. Ein „No-Go“. Man muss immer nach Möglichkeiten suchen, dass Zuschauer ins Stadion kommen können. Eine sehr originelle Variante gibt es in der Türkei: Bei als Geisterspiel angesetzten Fenerbahce-Punktspielen 2011 und 2012 kam man auf die Idee nur Frauen und Kinder unter 12 Jahren als Zuschauer zu akzeptieren. Einmal kamen 41.000 und sorgten für eine ganz spezielle Stimmung. Das hatte einen leicht erzieherischen Effekt, traf aber nicht mit der kompletten Wucht.

Das Verbot von Pyrotechnik trifft die Fanszene scheinbar ins Mark. Wie beurteilen Sie die Entwicklung?

Das Thema ist besonders heikel und extrem schwierig. Juristisch ist die Sache klar, es ist gefährlich und verboten, Ende der Diskussion. Man hat bis zum Herbst 2011 versucht, mit den Ultras Regeln zu finden und war da auf einem sehr guten Weg, einen gemeinsamen Verhaltenskodex zum kontrollierten Abbrennen zu finden. Kurz vor dem DFB-Pokalspiel Dortmund gegen Dynamo wurden diese Gespräche abgebrochen. Es folgte eine „Basta-Politik“, mit der man den Zorn der Ultras geradezu kultiviert hat.

Der Einsatz von Pyrotechnik ist seitdem angestiegen. Das Ganze hat jetzt Symbolcharakter. Psychologisch und soziologisch sage ich: Auch wenn Pflöcke bereits eingeschlagen wurden, der Diskurs darüber sollte wieder aufgenommen werden. Es geht um die Kernfrage: Sollen die Fans nur Konsumenten sein? Oder dürfen sie mitbestimmen? Werden sie wenigstens in ihrer kritischen Haltung wahr – und für ernst genommen? Und diesen kritischen Grundimpuls beim Fußball, natürlich ohne Gewalt, den halte ich für unverzichtbar.

Ein Mann, den es eigentlich nicht gibt

Lange haben wir gesprochen und bis zuletzt war es unklar, ob dieses Treffen überhaupt zustande kommt. Ich betrete das Zimmer und finde einen sichtlich überforderten jungen Mann vor, der am liebsten in der nächsten Sekunde wieder gehen würde. Er bleibt. Niemand darf von diesem Treffen wissen, denn ihn gibt es nicht. Trotz vieler Bedenken spricht er das erste Mal über eine Sexualität, die in der Welt des Fußballs nichts verloren hat.

Quelle: Fluter

Du kommst gerade aus einem Interview für einen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Was wäre, wenn dort deine Homosexualität zur Sprache käme?

Ich würde leugnen, ganz klar. Versuchen, das Thema komplett aus der Öffentlichkeit zu halten. Je mehr geredet wird, desto höher ist auch der Druck auf mich. Die große Diskussion um meine Person kann ich mir einfach nicht erlauben.

Ist der Druck nicht ohnehin schon immens?

Natürlich. Der Preis für meinen gelebten Traum von der Bundesliga ist hoch. Ich muss täglich den Schauspieler geben und mich selbst verleugnen. Am Anfang war es ein großes Spiel und kein Problem, doch mit der Zeit zehrt es sehr an mir. Ich weiß nicht, ob ich den ständigen Druck zwischen dem heterosexuellen Vorzeigespieler und der möglichen Entdeckung noch bis zum Ende meiner Karriere aushalten kann.

Angst vor der Öffentlichkeit

Aber was wäre so schlimm daran, wenn es rauskommt? Es schaltet auch niemand ab, wenn im Showgeschäft Hape Kerkeling eine Sendung moderiert.

Ich denke, Fußball und die Medien sind komplett verschieden. Auch wenn ich es natürlich dumm finde, passt das Klischee des „Standard-Schwulen“ irgendwie in die bunte Welt des Fernsehens. Fußballer dagegen sind das männliche Stereotyp schlechthin. Sie müssen Sport lieben, aggressiv kämpfen und gleichzeitig das große Vorbild sein. Schwule sind das alles einfach nicht. Punkt. Oder soll jemand eine aufgebrachte Menge von Fans vor dem Spiel aufklären, dass „die Schwulen“ eigentlich auch nur ganz normale Männer sind und gleich mitspielen? Unvorstellbar. In der Situation im Stadion oder nach dem Spiel wird jeder kleine Anlass in der Gruppe zu einer ganz großen Angelegenheit. Ich wäre nicht mehr sicher, wenn meine Sexualität an die Öffentlichkeit käme.

Bist du dann wütend auf die Fans?

Nein, ganz sicher nicht. Ich habe mal gehört, dass in solchen aufgeheizten Stimmungen nur noch das Kleinhirn im Menschen regiert und da ist eben Toleranz nicht eingebaut. Das muss auch ich im Stadion akzeptieren und die Fans sind einfach der unverzichtbare Motor, der auch mich jeden Spieltag antreibt. Generell reflektiert ein Heterosexueller kaum seine Sexualität. Niemand käme schließlich auf die Idee, mehrere Jahre sich selbst danach zu fragen, ob das eigene Empfinden auch wirklich real ist. Es passt schließlich in die Welt. Von der Position aus muss man auf Toleranz hoffen – Verständnis wird es nie geben. Dazu ist das Thema zu persönlich und auch wir Schwulen sind da nicht besser, wenn es um Lesben oder auch Heterosexuelle geht. Tolerant sind wir aber allemal. Aber auch wenn ich mit den Fans klarkäme, wäre die pure Öffentlichkeit schlimmer.

Warum eine solche Angst vor der Öffentlichkeit?

Die Geschichten, Titelseiten und Magazine. Alle würden gerne rausfinden, was ich wohl Schlimmes mit meinem Partner unter der Bettdecke anstelle. Wer beim super-männlichen Fußballspieler wohl unten und wer oben liegt. Da gibt es vieles! Meine Leidenschaft, der Fußball, wäre irrelevant. Entweder spaziere ich mit meinem Freund zu einem Event und bin danach drei Wochen in allen Medien oder berufe mich auf meine Privatsphäre und belüge mich selbst. Es gibt einfach keine Lösung. Unmöglich, einfach wie ein heterosexueller Spieler den neuen Partner zu präsentieren und am nächsten Tag vergessen zu werden. Normalität gibt es nicht. Zumindest wäre es für mich nicht normal, eine ganze Nation mein Intimleben diskutieren zu lassen. Das hat nur mich und die Person neben mir zu interessieren.

Und gibt es „die Person neben dir“ – um zumindest eine der verhassten Fragen zu stellen?

Hier und heute finde ich die Frage sogar extrem wichtig. Diese Person gibt es bei mir nicht und bei anderen mir bekannten Spielern auch nicht. Obwohl: Ich hatte sogar einmal eine Beziehung. Aber du kannst dir vorstellen, dass ein monatelanges Versteckspiel pures Gift für eine Partnerschaft ist. Ich musste mich entscheiden. Klar, der Erfolg im Fußball danach war schön. Der Preis war entsprechend.

Statt dem Freund gibt es dann die bezahlte Spielerfrau für die wichtigen Anlässe?

Das Klischee ist leider im Grunde wahr. Zu manchen Anlässen kann ich einfach nicht alleine kommen und dann gibt es immer Wege. Das machen auch alle so. Nur bezahlen musste ich nie – schließlich habe ich als richtiger Schwuler auch beste Freundinnen.

Du hast gerade andere Spieler angesprochen. Gibt es eine Art „Club der schwulen Bundesligaspieler“ und weiß der Rest der Mannschaft von deiner Homosexualität?

(lacht) Nein, einen Club gibt es nicht. Ganz im Gegenteil. Ich weiß zwar von mehreren Spielern in der Liga. Richtige Treffen gibt es aber nicht – wäre wohl auch etwas zu auffällig. Das ist eine schwierige Parallelexistenz, die sich auch in der Mannschaft fortsetzt. Gesprochen wird kaum darüber, aber eigentlich müsste jeder Bescheid wissen.*

Berufliche Wünsche, private Träume

Gibt es dann keine Probleme in der Mannschaft?

Überhaupt nicht. Ich kenne keinen Spieler in der ganzen Liga, der damit ein Problem hat. Es gibt sogar manche, die mit großem Interesse nachfragen – aber das ist wirklich die absolute Ausnahme. Natürlich sind einige Situationen wie das Duschen am Anfang für beide Seiten unangenehm. Ich habe aber kein Interesse an den Mitspielern und irgendwann ist es für alle Seiten egal. Schließlich sind die Kollegen trotz des schlechten Rufs nicht ignorant.

Und was fragen dann so manche Kollegen?

Ach, ganz technisches Interesse kommt da zutage (lacht). Aber auch nach dem Freund wird gefragt. Schließlich kenne ich die Geschichten der Kollegen schon aus der Zeitung und bei mir muss erst gefragt werden. Alles total normal.

War ein Outing nach der positiven Stellungnahme des DFB durch Theo Zwanziger auch keine Option?

Nicht wirklich. Das ist alles gut gesagt, wenn man nicht am nächsten Spieltag ins Stadion muss. Vielleicht wäre es zu verschmerzen, wenn sich mehrere Spieler outen würden, aber selbst da sehe ich momentan wenig Hoffnung. Schließlich wäre es dann immer noch eine Minderheit, auf der man vorzüglich herumreiten könnte.

Warum hast du dich für das Interview entschieden?

Es ist wichtig, den ersten Schritt zu tun. Ich probiere mich gerade dabei selbst aus. Außerdem kannst du meine Situation nachvollziehen und da spricht es sich einfacher. Andere wagen trotz der Anonymität nicht den Schritt. Vielleicht fühlen sich meine Kollegen nicht aufgefordert. Ich würde es mir wünschen. Wir können in einem Jahr wieder sprechen und dann kann ich vielleicht meinen Namen unter das Gesagte setzen.

Wie sieht deine Zukunft aus?

Im Fußball weiter an mir zu feilen – schließlich habe ich noch einige Wünsche, die ich mir erfüllen möchte. Privat wird sich an der Situation nichts ändern. Ich würde mich natürlich sehr freuen, falls auf einmal die Lawine der Outings losbricht und ich auch einmal staunen könnte, wen ich doch noch nicht kenne. Ein Stück Normalität würde mich schon freuen. Einfach mit einem zukünftigen Partner in aller Öffentlichkeit ins Restaurant gehen. Ein Traum.

*Der Satz lautete in der ersten veröffentlichten Version: Gesprochen wird kaum darüber, aber trotzdem weiß jeder Bescheid. Die missverständliche Passage wurde in Abstimmung mit Spieler und Autor mit dem Ziel geändert, die eigentliche Aussageabsicht zu hervorzuheben.

Adrian Bechtold (25) ist Jurist und freier Journalist. Er lebt in Deutschland und der Schweiz.

Die Inseln der Anderen

Am Freitag trifft die DFB-Elf in der WM-Qualifikation auf die Färöer Inseln. Früher belächelte man deren Nationalmannschaft. Heute geht das nicht mehr, denn es gibt bekanntlich keine Kleinen mehr – nur noch Andere. Wie kam es dazu?

Quelle: 11.Freunde

Vielleicht ist das so. Vielleicht ist Fußball auf den Färöern eines der letzten großen Abenteuer. Etwas, das in den Ideen der genormten UEFA- und FIFA-Welt eigentlich nicht vorgesehen ist. Ein Fußball, der, so werden uns die TV-Kommentatoren auch dieses Mal vor Anpfiff informieren, von Schafhirten, Landwirten und Elektrikern gespielt wird. Ein Fußball, für den es bis vor wenigen Jahren nicht mal Naturrasenplätze gab. Ein Fußball, für den Berge gesprengt wurden. Ein Fußball der Anderen.

Die Zeit vor dem 12. September 1990

Der Tag, der alles veränderte, war der 12. September 1990. Davor waren die Färöer vor allem für zwei Dinge bekannt: Wale und Schafe. Über die Wale – genauer: Grindwale – wurde berichtet, wenn sie vor den Küsten auftauchten, getötet und dann gegessen wurden. Über die Schafe wurde berichtet, dass sie viele sind. Angeblich verteilen sich über 70.000 auf 18 Inseln. Daher auch der Name: Färöer, zu deutsch: »Schafinseln«.

Was wusste man noch? Vielleicht, dass neben den 70.000 Schafen etwa 45.000 Menschen auf den Inseln leben, dass es circa 280 Tage im Jahr regnet, dass es im Winter sehr lange sehr dunkel ist und dass Starkbier viele Jahre verboten war.

An dem Tag, der alles veränderte, schoss Torkil Nielsen ein Tor gegen Österreich. Es war kein gewöhnliches Tor, sondern der Siegtreffer, erzielt im ersten EM-Qualifikationsspiel der färöischen Fußballgeschichte. Torkil Nielsen ist auf den Färöern seitdem das, was Maradona in Argentinien ist: ein Fußballgott. Er brachte den Fußball auf die Inseln. (mehr…)

Der braune Sumpf der gelben Wand

Borussia Dortmund hat ein Nazi-Problem. Es sind nicht viele, die im Stadion ihr rechtsextremes Gedankengut propagieren, doch die Banner und Fahnen der Rechten sind gut sichtbar. Die Fanszene weiß nicht, wie sie reagieren soll, der Verein will Härte zeigen.

Quelle: 11.Freunde

Ein Banner sorgt für nachhaltige Aufregung in der BVB-Fanszene. »Solidarität mit dem NWDO« stand auf einer Tapetenrolle, die beim Bundesliga-Auftakt zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen auf der Südtribüne präsentiert wurde . »NWDO« steht für »Nationaler Widerstand Dortmund« – eine Organisation, die von NRW-Innenminister Ralf Jäger am Donnerstag, 23. August, verboten wurde.

Mit hochauflösenden Kameras wurde der Vorgang im Stadion gefilmt. Ein Mann entrollte das Plakat und gab es an umstehende BVB-Fans weiter, die auf dem Video ebenfalls zu sehen sind. Der BVB geht davon aus, dass diese Fans gar nicht wussten, was auf dem Banner stand. Dank des Videos ist der Urheber des Banners gestochen scharf zu erkennen: Timo K., Free Fighter und führender Kopf der Dortmunder Hooligan-Gruppe »Northside« .

Bei »Super 3« handelt es sich um eine griechische Ultra-Gruppe

Und dem Staatsschutz als Neonazi bekannt. Der 27-jährige K. verkehrte offenbar auch mit Autonomen Nationalisten, denn bei der Razzia am 23. August, bei der in mehreren Städten Räumlichkeiten von Neonazis ausgehoben worden waren, drang die Polizei auch in das Haus »R135« an der Rheinischen Straße in Dortmund-Dorstfeld ein. Dort an der Wand hängt eine Urkunde von einem Kampfsport-Turnier – der Name auf der Urkunde: Timo K.

Auf den gestochen scharfen Videoaufzeichnungen aus dem Stadion ist K. in einem gelben T-Shirt mit der Aufschrift »Super 3« zu sehen. Bei »Super 3« handelt es sich um eine Ultra-Gruppe des griechischen Vereins Aris Saloniki. Die Dortmunder Ultra-Gruppe »Desperados« pflegt besonders gute Kontakte zu den Ultras der ebenfalls schwarz-gelben Griechen. (mehr…)

Kein na­tio­na­les Fuß­ball­tur­nier in Velten

Neonazis nutzen Kundgebung gegen Verbot des „nationalen Fußballturniers“ als Ausweichveranstaltung für Dortmund / ehemaliger Rechtsterrorist auf der Kundgebung / JN-Versammlungsleiter trägt Trikot des Oranienburger FC

Quelle: Antifa Oranienburg

Am gestrigen 01. September führten die Jungen Nationaldemokraten (JN) eine Kundgebung mit rund 70 Teilnehmer*innen am Veltener Rathaus durch. Anlass dafür war die Ablehnung der Nutzung des Sportplatzes des örtlichen Rugbyvereins durch den Verein und die Stadt. Schon im Dezember 2011 beschlossen Veltener Abgeordnete in einer Satzung, dass die Nutzung von städtischen Räumen für politische Veranstaltungen verboten sei. Durch diese Regelung konnte die JN ausgesperrt werden. Etwa 12 Mannschaften waren angemeldet und wollten mit Zelten anreisen. Das in rechten Szenekreisen als „antiimperialistisch“ bekannte Fußballturnier wird jedes Jahr um den 01. September veranstaltet und fand in der Vergangenheit in Oranienburg (2007), Potsdam (2009), Teltow Fläming und weiteren Städten statt und galt als wichtige Vernetzungsveranstaltung. Am 1. September 1933 überfiel Deutschland Polen und leitete damit den Anfang des zweiten Weltkrieges und somit den Beginn der Shoa und den Vernichtungskrieg gegen seine Gegner*innen ein. Heute wird an diesen Datum öffentlich für Frieden und gegen Krieg eingestanden. Bundesweit versuchen Neonazis den 1. September für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. So wollen sie linke Positionen besetzen und verschleiern den mörderischen Imperialismus Deutschlands in der Zeit von 1933 – 1945. (mehr…)

Die Zweite: Traktor auf den Fersen.

Fortuna ist ein Roter Stern, anders kann man es nicht mehr ausdrücken. Nachdem schon im ersten Auswärtsspiel der zweiten Mannschaft drei Punkte eingefahren wurden, legten die Goldfüße im ersten Heimspiel der Saison sofort nach (Nachlegen ist immer gut!) und holten sich verdient drei Punkte für den anstehenden Aufstieg. In der Tabelle steht man somit auf Platz 2 knapp hinter dem Tabellenführer Traktor Boxhagen.

„Die zweiten Sterne haben heute Mittag ihre Serie, von nun saisonübergreifend vier Siegen, mit einem 4:1 gegen den SFC Friedrichshain II ausgebaut und dabei äußerst dominant gespielt. Trainer Toni ließ mit Sieben, Bev, Robert, Chris, Marcel, Danny, Falko, Tobi, Micha, Georg und Julian beginnen und die Elf drückte von Beginn an nach vorne. Gleich in der 3. Spielminute legte Georg von links auf den langen Pfosten quer, wo Julian jedoch knapp daneben schob. In der 7. Minute folgte ein weiter Freistoß, den Tobi per Kopf nicht verwerten konnte. So hätten die Sterne schon nach wenigen Minuten in Führung gehen müssen, ließen sich vom ausbleibenden Treffer aber nicht deprimieren. Den weiteren Chancen von Georg und Julian sowie nur seltenen Vorstößen der Friedrichshainer folgte das 1:0 durch Georg in der 26. Minute, dessen Entstehung kurios war. Nach einem langen Ball von Tobi waren sich die gegnerische Abwehr und ihr Torwart nicht einig, wer sich um den Ball kümmern sollte, was Georg dankend übernahm und einschob. In der 31. Minute erhöhte der Stern: Nach einer Ecke schickte Robert Marcel steil vom eigenen Strafraum, der legte schnell und lang auf Julian und der schoß sein zweites Saisontor. Kurz vor der Halbzeit folgte der dritte Streich, den Julian für Georg vorbereitete.

Zur Pause stand es 3:0, Karl kam für Robert in der Defensive und die Sterne rechneten sich weitere Tormöglichkeiten aus, zumal das 4:0 (51. Minute) nicht lange auf sich warten ließ. Tobi erzielte seinen zweiten Treffer des Tages nach einem klasse Spielzug über Julian auf rechts. Danach kamen die Friedrichshainer trotz weiterer Chancen des Sterns (Pfostenschuss 52. Minute, Konter durch Julian 57.Minute) zu etwas größeren Spielanteilen und dem Ehrentreffer zum 4:1. Einen Freistoß konnte unsere Abwehr nur hoch in die Luft köpfen, was der Friedrichshainer Kapitän am langen Pfosten nutzte, um aus kurzer Distanz einzunetzen. Danach bestand unser Spiel zumeist aus Einzelaktionen und langen Bällen, was sicherlich auch mit der nachlassenden Kondition zu tun hatte, auch wenn Bev rechts und Danny in der Mitte ackerten. Jörg kam noch für Micha (60. Minute) um noch das Spiel zu beleben, doch auch der Gegner schien müde, woraufhin der Schiedsrichter ein Nachsehen hatte und die Partie sehr pünktlich abpfiff. Letztendlich war der Stern das stärkere Team und hatte sich drei Punkte verdient. Die Serie hält, doch an der Chancenverwertung muss noch gearbeitet werden!“ [Quelle]

Wieder Neonaziaktion beim BVB

Beim Drittligaspiel zwischen den Amateuren von Borussia Dortmund und Rot-Weiß Erfurt brachten einige Fans des BVB ihre Gesinnung wieder einmal deutlich zum Ausdruck. Wie man in einigen Foren begutachten kann, wurden zeitweise drei schwarz-weiß-rote Fahnen im Block der Dortmunder gezeigt.

Schon beim Auftakt zur 50. Saison der Fußball-Bundesliga zeigten Anhänger des BVB ein Transparent auf dem „Solidarität mit dem NWDO“ gefordert wurde. NWDO steht für „Nationaler Widerstand Dortmund“, dabei handelt es sich um eine Neonazi-Gruppierung die erst in der vergangenen Woche verboten wurde.

Quellen: Ultras.ws, Indymedia