Flutlicht, Nebel und vier Tore.

Fußball am Donnerstag bedeutet eigentlich immer internationaler Wettbewerb. Europapokal! Unsere Goldfüße von der zweiten Mannschaft sind im letzten Jahr bekanntlich nur knapp an der Qualifikation gescheitert, haben es aber trotzdem geschafft in diesem Jahr ihren Fans ein Flutlichtspiel an einem Donnerstag zu bieten. Dieses Geschenk nahmen wir gerne an.

Es hies also mal wieder die üblichen Verdächtigen zusammentrommeln, Biervorräte anlegen und die Schmuggelroute in den Westen Berlins ausspionieren. Keine leichte Aufgabe, die Bierpreise in Richtung Messe Süd steigen pro Kilometer um geschätzte 10 Cent und schmuggeln ist auch schon lange nicht mehr das, was es einmal war. Dementsprechend gut ausgerüstet ging es zum Spiel. Vor Ort angekommen erwartet uns erstmal eine Nebelwand. Gezündet von Mutter Natur. Nicht von uns. Wir schwören!

sterne2012

Das Spiel plätscherte anfangs so vor sich hin, da lagen unsere Goldfüße schon mit zwei Toren zurück. Klassischer Fehler, die Abwehr machte sie individuell und gleich doppelt, da war der Torhüter bewzungen. Apropo Torhüter die Gegner vom BSC Comet hatten einen verdammt Guten im Tor zu stehen. Mindestens zweimal rettete er grandios seinem Team den Vorsprung. Aber kurz vor der Pause schafften es die Sterne dann doch noch den Anschlußtreffer ins Tor zu bugsieren. Halbzeit, Bockwurst, gefühlte drei Grad unter Null, trotzdem: die Hoffnung stirbt zuletzt.

In der zweiten Halbzeit wurde dem Publikum einiges geboten. Spannung, war dabei noch das geringste. Der Anschlußtreffer zum 2:2 war mehr als sehenswert, doch leider nicht von langer Dauer. Ein schneller Konter, zwei Querpässe später lagen unsere Goldfüße schon wieder im Rückstand. Durchschnaufen, Bier trinken, Hoffnung tanken. Und es kam, wie man es zuletzt an einem Wochenende im August erleben durfte (legendär!). Eine Aufholjagd mit Happy End. Aber ganz soweit war es noch nicht.

Ein Abschlag des Sternehüters erkämpfte sich ein Außensternestürmer dem sich aber keine Anspielstation anbot, weshalb er den Ball schön in Richtung Tor bugsierte, wo dann ein Abwehrfehler nach dem anderen dafür sorgte, dass die Pille doch noch zufällig dem Sternestürmer vor die Füße fiel und er sie letztendlich formidabel ins Tor hievte. Ausgleich. Befreiender Jubel. Viel Trubel. Heiterkeit an allen Orten!

Was dann geschah, war das zweite Wunder der zweiten Mannschaft in ihrer zweiten Saison (noBern!). Der Siegtreffer lag nicht nur in der Luft, er lag bereits im gegnerischen Tor. Ausschweifende Freude. Auf dem Feld und daneben. Der Schlußpfiff lies zum Glück auch nicht lange auf sich warten, der Biervorrat neigte sich nämlich langsam dem Ende zu. Feierabend. Auswärtsgewonnen! Die Aufstiegsränge noch in Sichtweite. Goldfüße! Danke für diesen schönen Donnerstagabend. Zweimalig!

Die Fotos sind von Ian Stenhouse, No Dice Magazin


1 Antwort auf „Flutlicht, Nebel und vier Tore.“


  1. 1 Good bye, Zwei! « URS – Ultras Roter Stern Pingback am 18. Juni 2013 um 14:50 Uhr
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