Stellungnahme der Ersten Mannschaft

Nach dem Verlauf der letzten Saison, einigen nicht ganz so schönen Szenen neben und auf dem Platz und v.a. dem Rücktritt unseres Trainers Falko sehen wir uns als Erste Mannschaft des Roten Sterns gezwungen, noch einmal Stellung zu den Geschehnissen zu beziehen.

Grundsätzlich wollen wir festhalten, dass wir uns über den Support von unseren Zuschauern freuen und auch hoffen, dass dieser in Zukunft nicht ausbleiben wird. Gleichzeitig scheint es aber über die Art und Weise, wie dieser Kund getan wird, unterschiedliche Vorstellungen zu geben.

Zunächst gilt für uns: wir sind Teil des Roten Sterns, teilen dessen Grundsätze und Anschauungen, auch wenn über diese – glücklicherweise – kontroverse Ansichten existieren und auch innerhalb des Vereins ausgetauscht werden. In diesem Sinne stehen wir auch voll und ganz hinter den Beschlüssen unseres Vorstands, der nicht getrennt vom Rest des Vereins, sondern als dessen zentrales Organ zu sehen ist. Seine Entscheidungen sind auch unsere; wir wollen keine Fans von uns oder einzelnen Spielern, sondern des Roten Sterns als Verein.

Zudem kam es in der Hinrunde während der Spiele, aber auch außerhalb, zu Beleidigungen unseres Trainers. Diesbezüglich leider zu spät, aber auf jeden Fall für die Zukunft: Der Trainer wird von uns als Team jede Saison demokratisch neu gewählt und erhält von uns somit die volle Legitimität auf und neben dem Platz. Dementsprechend stehen und standen wir nicht nur voll und ganz hinter ihm und verurteilen Beleidigungen ihm gegenüber in jeder Hinsicht, vielmehr ist der Trainer Teil unserer Mannschaft und gelten Verunglimpfungen ihm gegenüber auch uns. Wir dulden ein solches Verhalten in keinster Weise, egal ob auf, neben oder abseits des Platzes!

Hier scheint auch mangelnder Respekt gegenüber der ehrenamtlichen Tätigkeit in unserem Verein vorzuherrschen: als selbstorganisierter Verein ohne bezahlte Stellen sind wir auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Auch wenn es inhaltlich unterschiedliche Meinungen und auch mal Fehltritte geben kann – die Arbeit unserer jetzigen und ehemaligen Freiwilligen, die ihre Freizeit für uns und den Verein aufbringen, und insbesondere unseres Vorstandes wissen wir zu schätzen, denn ohne die ginge beim Roten Stern nichts. Deshalb fordern wir: mehr Respekt dem Ehrenamt!

Außerdem haben auch wir Vorstellungen davon, welches Verhalten neben dem Platz angebracht ist – und sexistische Sprüche wie „Schwuchtel“ oder „Fotze“ gehören da ganz sicher nicht hin. Auch wir wünschen uns mit dem Roten Stern einen Sportverein, in dem man diskriminierungsfrei Sport treiben kann – unabhängig von sozialer, kultureller oder geographischer Herkunft, von Geschlecht oder sexueller Orientierung. Und an einer völlig sinnlos aufgeheizten Atmosphäre sind wir auch nicht interessiert.

In diesem Sinne: wir freuen uns natürlich über Support und waren für den bisherigen dankbar – unter obigen Einschränkungen; eben nur, wenn ein gewisses Maß an Verantwortungsbewusstsein an den Tag gelegt wird. In diesem Sinne: macht Euch nochmal klar, liebe Zuschauer, weshalb ihr ausgerechnet den Roten Stern supported. Gerne auf eine gelungene Rückrunde mit uns: dem gesamten Roten Stern und seinen Inhalten – oder eben gar nicht.

Eure Erste Mannschaft

Quelle.