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Neulich in Berlin


ROTER STERN NORDOST BERLIN // GEGEN DISKRIMINIERUNG!


ROTER STERN NORDOST BERLIN // UNSER KIEZ


ROTER STERN NORDOST BERLIN // GEGEN DISKRIMINIERUNG!

RSNOB: Neue Aufklebermotive

Euer Lieblingsverein hat neue Aufkleber entworfen. Die Motive sind extrem schnicke geworden. Wenn Ihr welche haben wollt, wendet Euch an uns. Schreibt uns eine Mail (urs-berlin(at)gmx.net), wieso ausgerechnet Ihr die Sticker bekommen solltet. Wir werden dann die besten Einsendungen mit einem Packet Sticker prämieren.


ROTSPORT! ROTER STERN BERLIN 2013


NORDOST. LOVE SPORT.

Deine Mutter zieht Traktoren…

Wowiwostock. Es war kalt. Es war früh. Es war einfach nicht der Tag des Roten Sterns. Aber lest selber:

Samstagmorgen, kalte Temperaturen um den Gefrierpunkt und die Roten Sterne hatte den Tabellenführer Traktor Boxhagen zu Gast. Die Sterne gingen mit einem 4-4-2 ins Spiel und zeigten von Beginn an, dass man nicht zum Punkte verschenken angetreten war.

So gingen die ersten 10 Minuten mit konzentriertem und genauem Spiel an die Roten Sterne. So gab es bereits nach wenigen Minuten Torschüsse durch die beiden Stürmer Jonas und Julian. Doch in der 11. Minute dann der Schock. Ein Stürmer der Traktoren ließ sich über den zwar grätschenden aber bereits am Boden liegenden Danny fallen und der Schiedsrichter ließ sich zu einer klaren Fehlentscheidung hinreißen und pfiff Elfmeter. Kurz darauf stand es 0-1 für Boxhagen. Wie so häufig war nun die Ordnung der Sterne über den Haufen geworfen. Nun kam Traktor besser ins Spiel und erarbeitete sich einige Chancen. So konnte Sieben nach einer halben Stunde noch gerade einen Schuss aus einem Meter halten. In der 36. Minute fiel dann jedoch das 0-2 aus einem Freistoß für Boxhagen. Kurz darauf dann gleich aus einer Ecke das 0-3. Die Taktik der Raumdeckung galt damit als gescheitert. Der Rote Stern gab sich jedoch nicht geschlagen und versuchte wie gewohnt meist über lange Bälle das Sturmduo in Szene zu setzen. In der 39. Minute dann ein schöner Angriff über die rechte Seite. Bev flankt in die Mitte wo Jonas den Ball mit dem Oberkörper abtropfen lässt und somit auf Julian vorlegt welcher mit viel Gefühl und Vollspann den Ball in die linke obere Ecke schoss. Nun lebte der Kampfgeist neu auf und die Sterne erhöhten nochmal das Tempo. Kurz vor dem Pausenpfiff dann das Foul an Jonas, der im Strafraum zu Boden gerissen wurde. Die Emotionen kochten bei den Traktoren hoch, was auch an den häufigen nicht nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheidungen lag. Tobi blieb jedoch ganz cool, nahm sich das Leder und Schoss locker rechts unten ein. So ging es mit 2-3 und neuer Hoffnung in die Pause.

Nach der Pause waren alle Nerven beruhigt und der Rote Stern wollte es nochmal wissen. Jonathan kam für Patrick. So gab es gleich nach Wiederanpfiff eine gute Torchance nach einem tollen Fernschuss von Tobi, der allerdings sehr knapp links am Tor vorbei ging. In der 48. Minute viel allerdings das nächste Tor für die Traktoren als sich ein Fernschuss wie eine Bogenlampe noch ins Tor senkte. Danach war es wieder Tobi der erneut mit einem Fernschuss sein Glück versuchte. Aber der Ball ging knapp über das Tor. In der 52. Minute dann das 2-5 für Boxhagen. In der 60. Minute gab es nach einer guten Ecke von Daniel noch einmal eine Möglichkeit für Henning, der aber vom Ball etwas überrascht nichts Verwertbares draus machen konnte. Danach war es aber wieder Boxhagen die mit dem 2-6 das letzte Tor des Spiels schossen. Danach war die Luft raus und es die Partie verflachte. Arthur kam noch für Torsten und nach einer Ecke konnte Johannes noch einmal einen Torschuss verbuchen.

Am Ende kann man auf eine recht gute erste Halbzeit zurückblicken, in der die Roten Sterne dem Tabellenführer ordentlich Paroli boten. Die zweite Hälfte dagegen sollte lieber schnell vergessen werden.“ Quelle: Roter Stern Nordost

Stellungnahme der Ersten Mannschaft

Nach dem Verlauf der letzten Saison, einigen nicht ganz so schönen Szenen neben und auf dem Platz und v.a. dem Rücktritt unseres Trainers Falko sehen wir uns als Erste Mannschaft des Roten Sterns gezwungen, noch einmal Stellung zu den Geschehnissen zu beziehen.

Grundsätzlich wollen wir festhalten, dass wir uns über den Support von unseren Zuschauern freuen und auch hoffen, dass dieser in Zukunft nicht ausbleiben wird. Gleichzeitig scheint es aber über die Art und Weise, wie dieser Kund getan wird, unterschiedliche Vorstellungen zu geben.

Zunächst gilt für uns: wir sind Teil des Roten Sterns, teilen dessen Grundsätze und Anschauungen, auch wenn über diese – glücklicherweise – kontroverse Ansichten existieren und auch innerhalb des Vereins ausgetauscht werden. In diesem Sinne stehen wir auch voll und ganz hinter den Beschlüssen unseres Vorstands, der nicht getrennt vom Rest des Vereins, sondern als dessen zentrales Organ zu sehen ist. Seine Entscheidungen sind auch unsere; wir wollen keine Fans von uns oder einzelnen Spielern, sondern des Roten Sterns als Verein.

Zudem kam es in der Hinrunde während der Spiele, aber auch außerhalb, zu Beleidigungen unseres Trainers. Diesbezüglich leider zu spät, aber auf jeden Fall für die Zukunft: Der Trainer wird von uns als Team jede Saison demokratisch neu gewählt und erhält von uns somit die volle Legitimität auf und neben dem Platz. Dementsprechend stehen und standen wir nicht nur voll und ganz hinter ihm und verurteilen Beleidigungen ihm gegenüber in jeder Hinsicht, vielmehr ist der Trainer Teil unserer Mannschaft und gelten Verunglimpfungen ihm gegenüber auch uns. Wir dulden ein solches Verhalten in keinster Weise, egal ob auf, neben oder abseits des Platzes!

Hier scheint auch mangelnder Respekt gegenüber der ehrenamtlichen Tätigkeit in unserem Verein vorzuherrschen: als selbstorganisierter Verein ohne bezahlte Stellen sind wir auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Auch wenn es inhaltlich unterschiedliche Meinungen und auch mal Fehltritte geben kann – die Arbeit unserer jetzigen und ehemaligen Freiwilligen, die ihre Freizeit für uns und den Verein aufbringen, und insbesondere unseres Vorstandes wissen wir zu schätzen, denn ohne die ginge beim Roten Stern nichts. Deshalb fordern wir: mehr Respekt dem Ehrenamt!

Außerdem haben auch wir Vorstellungen davon, welches Verhalten neben dem Platz angebracht ist – und sexistische Sprüche wie „Schwuchtel“ oder „Fotze“ gehören da ganz sicher nicht hin. Auch wir wünschen uns mit dem Roten Stern einen Sportverein, in dem man diskriminierungsfrei Sport treiben kann – unabhängig von sozialer, kultureller oder geographischer Herkunft, von Geschlecht oder sexueller Orientierung. Und an einer völlig sinnlos aufgeheizten Atmosphäre sind wir auch nicht interessiert.

In diesem Sinne: wir freuen uns natürlich über Support und waren für den bisherigen dankbar – unter obigen Einschränkungen; eben nur, wenn ein gewisses Maß an Verantwortungsbewusstsein an den Tag gelegt wird. In diesem Sinne: macht Euch nochmal klar, liebe Zuschauer, weshalb ihr ausgerechnet den Roten Stern supported. Gerne auf eine gelungene Rückrunde mit uns: dem gesamten Roten Stern und seinen Inhalten – oder eben gar nicht.

Eure Erste Mannschaft

Quelle.

Revolutian Black Bloc

Egypt Black Bloc on Facebook.

Keine Fußball-WM ohne Arbeitnehmerrechte

Die International Trade Union Confederation (ITUC) ruft dazu auf, sich für die Rechte der Arbeiter in Katar stark zu machen. Dort wird 2012 die Fußball-WM stattfinden und dafür werden eine Menge neuer Stadien und andere Infrastruktur gebaut. Von Wanderarbeitern die wenig Geld verdienen und das unter äußerst schlechten Bedingungen…

1,2 Millionen Beschäftigte in Katar dürfen keiner Gewerkschaft beitreten – ein Verstoß gegen das international anerkannte Recht auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen.

94% der Beschäftigten in Katar sind Wanderarbeitskräfte ohne jegliche Rechte bei der Arbeit.

Die Wahl Katars als Austragungsort der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2022 war kontrovers, und das Land plant, mehr als 100 Milliarden Dollar für den Bau von Stadien und anderen WM-Projekten auszugeben.

In den nächsten zehn Jahren werden Tausende zusätzliche Arbeitskräfte für diese riesigen Bauvorhaben benötigt werden.

Wir wollen, dass sich die Welt der Probleme der Beschäftigten in Katar bewusst wird: Es werden dort mehr Menschen beim Bau der WM-Infrastruktur ums Leben kommen als bei der WM Fußball spielen.

Jedes Jahr kommen in Katar nahezu 200 nepalesische Arbeitskräfte ums Leben. Katar weigert sich jedoch, die Zahl der Beschäftigten, die bei der Arbeit sterben oder verletzt werden, zu veröffentlichen.

Jedes Jahr kommen zudem Hunderte weitere Arbeitsmigranten aus Indien, Sri Lanka, Pakistan und Bangladesch in Katar ums Leben oder werden verletzt.

Die Gesetze des Landes untersagen es Wanderarbeitskräften, in Katar eine Gewerkschaft zu gründen und Tarifverhandlungen zu führen, um bessere Löhne sowie gesunde und sichere Arbeitsbedingungen auszuhandeln.

Lasst nicht zu, dass Eure WM-Mannschaft in einem Stadion der Schande spielt.

Helft uns, das Stadion jetzt zu füllen und lasst Katar wissen, dass es 2022 keine Fußball-WM ohne Arbeitnehmerrechte geben wird.

Quelle.

Video über die Arbeitsbedingungen in Katar.

Das Uefa-Glücksrad

Die Uefa belegte Ajax Amsterdam mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro. Der Grund: Fans hatten beim Champions-League-Spiel gegen Manchester City ein »provokantes« Banner gezeigt. Ein Kommentar über die Absurdität von Strafen.

Quelle: 11.Freunde

Manchmal ist die Uefa gnadenlos. Als Nicklas Bendtner im EM-Spiel gegen Portugal seine Unterhose entblößte, müssen einige Funktionäre regelrecht Schnappatmung bekommen haben. Denn auf dem Bund der Hose stand der Name einer Wettfirma. Tags darauf verhängte der Verband gegen den Spieler eine Strafe von 100.000 Euro. Rio Ferdinand twitterte danach: »Uefa, meinst du das ernst? Alle Rassismus-Strafen zusammen ergeben nicht diese Summe.«

Das stimmt so natürlich nicht. Trotzdem wirkte diese Summe astronomisch im Vergleich zu Strafen, die die Uefa in den Tagen und Monaten zuvor wegen rassistischen Verhaltens aussprach. Dabei ist die Uefa stets vorne mit dabei, wenn es um Initiativen und Slogans gegen Rassismus geht.

»Nicht verantwortlich für gesellschaftliche Entwicklungen«

Wenn es allerdings konkret wird, ist das Problem keines, das die Uefa lösen kann oder will. Vor der EM 2012 tobte etwa Michel Platini, weil Mario Balotelli ankündigt hatte bei rassistischen Schmähungen den Platz zu verlassen. »Denken Sie, ich bin verantwortlich für die Rassisten in Europa, in England oder Frankreich?«, sagte er in einem Interview mit dem »Guardian«. Und dann: »Wir sind nicht verantwortlich für gesellschaftliche Entwicklungen.«

Als die holländische Mannschaft ihr erstes Training in Krakau abhielt, wurden ihre dunkelhäutigen Spieler von polnischen Fußballanhängern mit rassistischen Schmähungen bedacht. Die Uefa dementierte die Berichte zunächst und behauptete, die Rufe hätten keine politische Motivation gehabt.

Strafen – wie mit dem Glückrad erdreht

Erst als sich Mark van Bommel im »De Telegraaf« zu Wort meldete (»Wir haben die Affenlaute gehört und wir können das nicht akzeptieren«), kündigte der Verband eine Untersuchung des Falles an. Später im Turnier verhängte man noch eine Strafe gegen die kroatischen Fans wegen rassistischer Gesänge im Spiel gegen Italien mit einer Geldstrafe von 80.000 Euro. Eine Summe, die erscheint wie mit dem Glückrad erdreht. Dennoch möchte man meinen: Mehr als nichts. Allerdings betrug die Strafe immer noch 20.000 Euro weniger als die, die Bendtner für seine Unterhosen-Lappalie berappen musste.

Immerhin hat Michel Platini seine Meinung bezüglich Spielern, die nach rassistischen Vorfällen den Platz verlassen, überdacht. Gestern, zwei Wochen nachdem Kevin-Prince Boateng im Testspiel gegen Pro Patria wegen rassistischen Schmähungen den Platz verlassen hatte, sagte er: »Das ist wunderbar, das hat mir wirklich sehr gut gefallen.« Michel Platini widersprach damit Sepp Blatter, der die Aktion von Boateng missbilligte.

Und doch: So ganz beisammen scheint die Uefa immer noch nicht. Momentan geistert ein Foto durchs Internet, auf dem ein Banner zu sehen ist, dass Ajax-Fans während der Champions-League-Partie gegen Manchester City am 24 Oktober 2012 hochhielten. Darauf ist ein zur Comicfigur stilisierter Scheich zu sehen. Dieser hält einen Geldbeutel in der Hand, er ist durchgestrichen. Darunter halten andere Fans ein Banner mit der altbekannten Aufschrift »Against modern football« hoch.

So weit, so harmlos. Eigentlich.

Denn die Uefa hat Ende letzter Woche eine Strafe von 10.000 Euro gegen den Verein verhängt. Der Banner, auf dem weder der Verband noch eine Person namentlich angegangen wurde, sei »unangemessen« und »provokativ« gewesen, außerdem könne er »Unruhen« im Stadion auslösen. Unruhen? Provokation? Diesem Denkmuster zufolge dürfte man kein einziges Fußballspiel in der Premier League mehr anpfeifen, ohne dass man Minderjährigen in der ersten Reihe die Ohren zuhält.

10.000 Euro wegen weiterer Banner?

Im Internet wird nun spekuliert, dass nicht diese zwei Banner zur Strafe führten, sondern andere Transparente, die ebenfalls während des besagten Spiels hochgehalten wurden. Darauf stand etwa: »80 Euro für ein Auswärtsticket sind lächerlich!« Auf anderen Transparten konnte man die Namen von Klubs lesen, die wie Manchester City von externen Geldgebern gebuttert werden – etwa Red Bull Salzburg oder FC Chelsea. Darunter sah man ein kleineres Transparent mit der Aufschrift: »Fuck you!« War es also das, was den Verband so erzürnte, dass er diese irrwitzige Geldstrafe aussprach?

Heute nahm der Verband auf Anfrage von 11FREUNDE Stellung. »Die Strafe wurde wegen dem Cartoon und dem Slogan ›Against modern football‹ verhängt. Das ist alles«, sagte ein Verbandssprecher. Was daran »provokativ« sei und warum das Banner nicht unter die Meinungsfreiheit fällt, wird nicht beantwortet. Wurde also wieder das Strafen-Glücksrad gedreht? Oder fällt es nicht unter die Redefreiheit, weil die »Grenzen des Jugendschutzes erreicht« sind? Gibt es gar als »geheim klassifizierte Informationen« weiter? Übt es »übermäßige Kritik an eigenen (…) Staatsvertretern wie Staatsoberhaupt«? Ja, durchaus.

Die Strafe für den FC Malaga

Doch einigen wir uns darauf: Das Banner ist hochgradig skandalös, weil es verleumdend ist. Schließlich wird der Uefa mit dem Banner auch eine Handlungsunfähigkeit in Sachen »Financial Fairplay« unterstellt. Dabei hat sie erst vor Weihnachten mit großem Tamtam den FC Malaga wegen Verstößen für ein Jahr vom Europapokal ausgeschlossen und mit einer Geldstrafe von 300.000 belegt. Der FC Malaga! Fünfter in der spanischen Liga, größter Erfolg der Vereinsgeschichte: UI-Cup-Sieger 2002. Der spanische Klub musste als Exempel dafür herhalten, dass die Uefa es ernst meint. Oder auch nicht.

Man darf sich also weiter wundern. Und festhalten: Die Uefa ist zumindest für fußballgesellschaftliche Entwicklungen selbst verantwortlich.

Ultras Düsseldorf ziehen sich zurück

Die Ultras Düsseldorf nehmen sich eine Auszeit. Hintergrund des Rückziehers ist ein Machtkampf mit Hooligangruppen, die von einem Dutzend Neonazis umworben werden. Der Vorsänger der Ultras wurde von einem Hooligan niedergeschlagen, etliche rechte Straftaten sind dokumentiert.

Quelle: 11.Freunde

Diese Stellungnahme ließ Ultra-Gruppen von Hamburg bis Freiburg aufhorchen: Nur drei Tage nachdem die »Aachen Ultras« ihre Kapitulation im Kampf gegen rechte Ultras und Nazis bekannt gaben, vermeldeten auch die »Ultras Düsseldorf« (UD) eine Auszeit. Nach zwölf Jahren wollen sie »organisierte Gruppenaktivitäten im Stadion einstellen«. Offiziell erklärt »UD« den Schritt mit dem durch den raschen Aufstieg von Fortuna Düsseldorf gewachsenen Druck auf die Gruppe und mit dem Vorhaben, »interne Unstimmigkeiten zu regeln«.

Gewalt gegen den Capo und DJ »Opa«

Tatsächlich setzt ihnen auch ein Rechtsruck im heterogenen Düsseldorfer Hooliganmilieu zu. Die Schläger sind laut Zentraler Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) Anlaufpunkt für ein Dutzend Neonazis. Für die in Teilen linksalternativ geprägte Fanszene hat die kleine Offensive von Rechtsaußen weitreichende Folgen: Antirassistisch Engagierte werden unterdrückt, im veränderten Klima der Kurve kam es zu jüngst zu etlichen rechten Straftaten. Der ehemalige »Capo« der Fortuna-Ultras, Niko Offert, wurde öffentlich bedroht und von einem Hooligan niedergeschlagen. Kurz vor Weihnachten attackierten Rechtsradikale auch noch den beliebten Stadion-DJ »Opa«.

Die seit etwa drei Jahren schwelenden Konflikte unter den Fortuna-Fans mögen mit denen in Dortmund, Aachen oder Braunschweig zwar nicht vergleichbar sein. In den drei Nazi-Hochburgen sind die organisierte Rechte, Nazi-Hools und -Ultras eng verflochten; etliche Gewalttaten gegen Linke und anders denkende Fans sind dokumentiert. In Düsseldorf dagegen gibt es laut Staatsschutz und Antifa keine etablierten Neonazi-Strukturen. Und die Anhängerschaft der 1895er war durch die Rückkehr nach Flingern geprägt von der urbanen Subkultur des Viertels.

In der Vergangenheit waren sogar Hooligans der »Bushwhackers Düsseldorf« an der Vertreibung brauner Eindringlinge im Paul-Janes-Stadion beteiligt. Die Bande, die sich in den Achtzigern stark an den berüchtigten Schlägern des FC Millwall orientierte, gilt der Antifa bis heute als »multikulturelle Truppe«. Und in ihrem bunten Block bezogen Ultra-Gruppierungen seit ihren Anfangstagen offensiv Stellung gegen Rassismus, Homophobie und alle Formen der Diskriminierung. Solche öffentlichen Meinungsäußerungen waren zuletzt allerdings nicht ohne Risiko. Der Grund: der Einsatz mehrerer Gewaltbereiter für eine von braunen Eindringlingen angestiftete, vorgeschobene Entpolitisierung vermeintlich linker Fans.

»Maximal zwölf Personen mit rechter Gesinnung«

Die Empörung unter den Anhängern des Vereins war entsprechend groß, als das WDR-Fernsehmagazin »Westpol« Ende September einen internen Bericht der ZIS über personelle Überschneidungen zwischen gewaltbereiten Fans und der rechtsextremen Szene veröffentlichte: Darin wurde Düsseldorf in einem Atemzug mit Aachen, Dortmund, Mönchengladbach, Duisburg, Paderborn, Bielefeld und Oberhausen genannt. Ein Sprecher der Polizei Düsseldorf berichtete später auf Anfrage von »maximal zwölf Personen mit rechter Gesinnung«. Sie seien nicht vernetzt und stünden unter Beobachtung.

Im vergangenen Halbjahr zeigen etliche Straftaten die Stadionbesuche Rechtsradikaler und ein neues Klima in der Fortuna-Szene auf.

Nach dem 2:2 gegen Schalke am 6. Spieltag beschwerten sich Zuschauer über eine Gruppe von etwa 25 Männern, die im Oberrang aggressiv aufgetreten waren und gemeinschaftlich den Hitler-Gruß gezeigt haben sollen. Ordner meldeten den Vorfall im Block 159. Das bestätigte der Verein ebenso wie »unterschiedliche Beschwerden« über aggressive Zuschauer in den Blöcken 160 und 161. Die eingegangenen Klagen, so Fortuna unter Berufung auf Gespräche mit den Organisatoren der selbst verwalteten Blöcke, richteten sich »nach jetzigem Stand wohl auf Gruppen außerhalb der organisierten Fußballfanszene«.

Eine Woche nach den »Führer«-Grüßen auf der Südtribüne erstattete ein Polizist Anzeige gegen einen Fortuna-Fan, der auf der Anreise zum Auswärtsspiel in Mainz den »Kühnen«-Gruß zeigte. Beim Pokalaus in Offenbach setzte der Ordnungsdienst einen Düsseldorfer fest, der ebenfalls durch das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgefallen war. Zu solchen Vorfällen war es bei Fortuna jahrelang seltener als bei den meisten anderen großen Clubs gekommen. 1895 galt vielen als »zweites St. Pauli«. Dieser Ruf gefällt den im internen ZIS-Bericht erwähnten Rechtsradikalen ebenso wenig wie einigen mit ihnen paktierenden, rechtsoffenen Hooligans.

»Fußball bleibt Fußball, Politik bleibt Politik«?

Die rechten Anstifter gehen gezielt vor. Die bewährte Masche ist die angebliche Entpolitisierung des Stadions, wie sie die vom Bremer Verfassungsschutz als »gewaltbereite Rechtsextremisten« eingestufte Hooliganband »Kategorie C – Hungrige Wölfe« besingt: »Fußball bleibt Fußball, Politik bleibt Politik«. Unter Berufung auf die Parole wollen die Rechtsextremen, zu denen führende Aktivisten der ehemaligen Kameradschaft »Nationale Front Düsseldorf LDU« (die Anfangsbuchstaben der Stadtteile Lichtenbroich, Düsseltal, Unterrath) zählen, antirassistische und antifaschistische Botschaften unterbinden.

Durchsetzungsvermögen verleiht ihnen dabei das Gewaltmonopol der organisierten Hooligans. Diese haben zwar größtenteils politisch gleichgültige Boxsportler in ihren Reihen, darunter bei Fortuna-Fans anerkannte »Sympathieträger«. Ideologien sind diesen egal, ihr Weltbild gründet auf dem Recht des Stärkeren. Nach Rangkämpfen in ihren Reihen aber sind die Gewaltsuchenden nun offenbar anfälliger für das Gedankengut rechter Einflüsterer. Ausdruck dessen ist auch eine Freundschaft mit den Ultras von Atlético Madrid: Die Gruppe »Frente« gilt als ähnlich offen faschistisch und rassistisch wie die Ultras von Lazio Rom.

Ein T-Shirt mit dem Aufdruck »Ultras gegen rechts«? Im Düsseldorfer Block verboten

Zwei Beispiele für die rechte Zensur gegen linke Düsseldorfer Fans: Nach übereinstimmenden Zeugenberichten verbot eine Gruppe am ersten Spieltag in Augsburg einem Fan, ein T-Shirt mit dem Aufdruck »Ultras gegen rechts« im Stadion zu tragen. Bei mehreren Heimspielen sollen Hooligans den Verkaufsstand der Ultras hinter Block 42 kontrolliert haben. Beschwerden über solch eine Einschränkung freier Meinungsäußerung unter Androhung von Gewalt verteidigt im offiziellen Vereinsforum »95er-Forum« der Nutzer »Schwelmer2« öffentlich: Er gibt sich dort mehrfach als Mitglied der Hooligan-Gruppe »Bushwhackers« zu erkennen und pocht auf die »Vereinbarung mit den Ultras (…) sämtliche Politik aus dem Stadion rauszuhalten«.

Das unübersichtliche, aber allgemein zugängliche Forum vermittelt einen Eindruck von der Präsenz der rechten Eindringlinge.

»In Stuttgart waren locker 15 Personen eindeutig rechtsextrem, wobei diese in verschiedenen Gruppen unterwegs waren«, wirft Fortunas Fanbeauftragter, Dominik Hoffmeyer, in die Diskussion zum Thema »Fortuna gegen Nazis« ein. An anderer Stelle bestätigt er Nutzern rechte Parolen und »Nazi-Sichtungen« bei fast jedem Hinrundenspiel.

An die Öffentlichkeit gelangt waren Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Hooligans sowie Rechtsradikalen einer- und Ultra-Mitgliedern andererseits erstmals 2010: Beim Heimspiel gegen Hertha wollten Provokateure das Banner der »Ultras Düsseldorf« während des Spiels entfernen. Im Stadion konnte die Polizei eine Auseinandersetzung verhindern, dafür flogen nach dem Spiel an der Kneipe »Kastanie« die Fäuste zwischen einzelnen Hooligans und Ultras. »Bushwhackers«-Mitglieder beklagten später, sie würden zu Unrecht als Neonazis dargestellt.

Bei einem Düsseldorfer Fan-Turnier läuft ein Spieler mit einem »Thor Steinar«-Shirt auf

Dass der Versuch eines friedlichen Nebeneinanders gescheitert war, zeigte sich Altweiber 2011: Bei einem Angriff junger Hooligans in der Altstadt wurden zwei Ultra-Mitglieder schwer verletzt und wohl auch ein Mitarbeiter des Fanprojektes attackiert. Der Verein, die Dachverbände Supporters-Club Düsseldorf (SCD) und Arbeitskreis Fortuna gründeten mit Fortuna-Fans danach die »Arbeitsgemeinschaft Anti-Diskriminierung«.

Eine erneute Verschärfung des Konflikts deutete sich Anfang 2012 an, als der Fanclub »Metzkausen Hypers« aus dem Supporters Club Düsseldorf (SCD) austrat. Der Dachverband hatte für den Geschmack der Hypers falsch auf einen Vorfall bei einem SCD-Fußballturnier reagiert: Ein Spieler der «Bushwhackers Düsseldorf« war laut Hypers-Mitteilung in einem T-Shirt der Marke »Thor Steinar« angetreten.

Diese dient Neonazis als Erkennungszeichen. Im Stadion ist sie darum seit Jahren ebenso verboten wie im Bundestag. »Wir spielen nicht mit Nazis«, reklamierten nach dem Turnier auch die »Fortuna Metalheads« öffentlich.

Die rechte Parole »Politik aus dem Stadion« kennt der vielfach ausgezeichnete Sportjournalist Ronny Blaschke aus vielen großen Fanszenen. »Die Gleichsetzung von Rechten und Linken nach dieser Devise ist eine kolossale Verharmlosung Rechtsextremer«, sagt er. »Es ist eben ein Unterschied, ob Fans im Stadion menschenverachtendes Gedankengut verbreiten oder sich für Menschenrechte einsetzen.«

»Selbstreinigungskräfte in den Fanszenen wird überschätzt«

Blaschke besucht mit seinem Buch »Angriff von Rechtsaußen« Fanprojekte und -initiativen in ganz Deutschland. Was er bei fast allen Clubs erlebte, bestärkt ihn in der Überzeugung, dass die immer wieder bemühten »Selbstreinigungskräfte in den Fanszenen« überschätzt werden: »Nach fast jeder Diskussion kommen Zuhörer, die berichten, dass auch ihr Stadion entgegen der Mehrheitsmeinung nicht frei von Diskriminierungen durch Rechtsextreme ist.« Vor diesem Hintergrund appelliert er: »Es ist sehr wichtig, die ahnungslose oder schweigende Mehrheit über solche Versuche aufzuklären.«

An die Öffentlichkeit gelangten bislang auch die Schlägereien nicht, zu denen sich die von den Rechtsextremisten umworbenen »Bushwhackers« mit anderen Hooligans verabredeten. Auch das war in der Bundesliga-Hinrunde anders, weil sie in der Altstadt randalierten.

Nach dem Spiel gegen den HSV attackierten sie gewaltbereite Hamburger vor der Andreaskirche. Eine Woche später, nach dem Kantersieg über Eintracht Frankfurt, suchten gewaltbereite Fortuna-Fans in der Altstadt die Konfrontation mit der Polizei. 33 kamen in Gewahrsam. Beim Gastspiel der Eintracht im Februar 2012 wäre eine Auseinandersetzung beinahe sogar im Stadion eskaliert: Minutenlang versuchte eine große Gruppe Düsseldorfer Schläger vor den Augen überforderter Ordner ungehindert, den Gästeblock zu stürmen.

Auf der Online-Plattform »Gewalttäter Sport« der international vernetzten Hooligan-Szene dokumentieren die Düsseldorfer mit einem »Mannschaftsfoto« ihres Großaufgebots neue Stärke. Auf etwa 200 Mann schätzen Beobachter die Gruppe und ihr Umfeld mittlerweile. Alt-Hooligans ziehen jüngere Gewaltbereite an und schüchtern Andersdenkende allein durch ihre Präsenz ein. Die »Bushwhackers« rekrutieren für ihre verabredeten Kämpfe mit Schlägertruppen anderer Städte sogar gezielt (ehemalige) Ultras.

Nach außen demonstrieren die Hooligans allen aufmerksamen Zuschauern zuletzt Einigkeit mit gehorsam »unpolitischen« beziehungsweise eingeschüchterten Ultras: Vor dem Angriff auf HSV-Fans scharrten sie nach Informationen der Rheinischen Post in der Düsseldorfer Altstadt Fortuna-Ultras um sich. Im »95erforum« gibt das bekennende »Bushwhackers«-Mitglied »Schwelmer2« die Devise »united« aus: »Düsseldorf United: BWD, Block 160 und UD!«. Ein öffentliches Zeichen für die feindliche Übernahme: Beim letzten Hinrunden-Heimspiel gegen Frankfurt präsentierten die Hooligans ihr großes rot-weißes Banner im Oberrang – das zweite Mal 2012 und direkt neben dem der »Ultras Düsseldorf«.

Die Hooligan-Gruppen wachsen, den Ultras rennen die Mitglieder weg


Die Zahl der UD-Mitglieder soll sich zeitgleich zum Aufschwung der »Bushwhackers« auf etwa 70 halbiert haben. Der Schwund und die Abspaltungen mehrerer Gruppen haben zuweilen persönliche, meist aber politische Gründe. Die deutliche Abgrenzung nach rechts, die UD-Mitglieder noch 2011 im Magazin »Blickfang Ultra« bestätigten, fällt auf Druck der körperlich überlegenen Hooligans zunehmend unter den Tisch. Die Folgen bekamen auch alle anderen Zuschauer im Stadion zu hören: Schlachtrufe wie »Dietmar Hopp, Du Sohn einer Hure« (gegen Hoffenheim) und »Veh, Du Fotze« (gegen Frankfurt) waren früher wegen des antisexistischen Engagements der Düsseldorfer Ultra-Gruppen tabu (Motto: »Hate sexism, love Fortuna«).

Einer, der solche Gesänge während seiner langjährigen Funktion als Capo – als Vorsänger der Ultras – nie angestimmt hatte, gab zuletzt gegen den FC Bayern den Ton im Block 42 an.

Niko Offert. Der Abgang des »Capos« war wochenlang Gesprächsthema Nummer eins unter Fortuna-Fans. Offerts jüngere Nachfolger am Megaphon sind mit Leidenschaft bei der Sache, oft erreichten die von ihnen initiierten Gesänge aus der Support-Area aber nicht mehr die Geraden der Arena. So lag über der Südtribüne häufiger ein Gesangswirrwarr.

Bis heute beschäftigt Offerts plötzlicher Rückzug die Fans, zumal er eine Erklärung schuldig blieb und schweigt. Trotz hundertfacher Sympathiebekundungen allein im Netz äußerte er sich nur nichtssagend auf Facebook. Er könne sich »nichts Schöneres vorstellen« als »weiterhin Gänsehaut zu bekommen, wenn wir gemeinsam mit tausenden von Leuten den Gegner aus der Kurve brüllen«. Trotzdem wolle er »kürzer treten«, weil seine »Person zu stark polarisiert«. Wenn ein Vorsänger so defensiv auftritt, der dem ZDF einmal erklärte, eine Profilneurose habe ihn ans Capo-Mikro geführt, verwundert das Außenstehende. Zumal sich sein früheres Sendungsbewusstsein und das neue Klima im Fortuna-Block beißen: So sagte er gegenüber stadionwelt.de vor Jahren einmal, dass »Antirassismus und Antifaschismus einfach zu einem gesunden Menschenverstand gehören«. Das vertrat er – offensiv.

Die »Halsabschneider«-Geste für den Vorsänger

Kritiker sahen in ihm zwar einen sturen Alleinherrscher. Trotzdem nähren zwei Vorfälle den Verdacht, dass er nicht nur wegen Ultra-interner Meinungsverschiedenheiten verstummte. Es ist ein offenes Geheimnis auf der Südtribüne, dass Offert während des zweiten Bundesliga-Heimspiels von Männern im Oberrang mit der »Halsabschneider«-Geste bedroht wurde und vor dem Auswärtsspiel in Mainz von einem »Bushwhackers«-Mitglied zu Boden geschlagen wurde. Eine auf Offert geworfene Flasche verfehlte ihn in Mainz nur knapp und traf einen Unbeteiligten. Der musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Strafanzeigen liegen der Polizei zu den Attacken aber nicht vor. Das Wir-Gefühl ist eben eine der größten Stärken der Fankultur – und ihre größte Schwäche. Fortunen schwärzen keine Fortunen an.

So wurde ein weiterer Angriff auf einen prominenten Fan nur im »95erforum« bekannt. Dort postete der offizielle Musikbeauftragte der Fortuna, Stadion DJ Marcus »Opa« Haefs vor Weihnachten unter seinem Nickname »Cøshbarcløb« am 22. Dezember: »danke an die fans, die eben eingesprungen sind. am hbf [Hauptbahnhof, d. Red.] mit der rolltreppe nach oben gefahren, pafff, opa, du linke zecke, gab es links und rechts. gott sei dank haben sich ein paar leute eingemischt. danke dafür.«

Der Punk spielt im Stadion auch mal »Schrei nach Liebe«, den Anti-Nazi-Song der Ärzte. An die Adresse der Schläger schrieb er im Forum: »ne dicke nase ändert nichts an meiner musik, an meiner einstellung oder wie auch immer. ich gebe euch keinen zentimeter breit!!!!!« Dieser Ansage stimmten »90 registrierte Benutzer zu 1895% zu«.

Die überwältigende Mehrheit der Fortuna-Fans wird das genauso sehen.

Fußballfans sind (keine) Antisemiten?

Schon komisch. Eigentlich kam es einem beinahe ja so vor, als wäre nur Herr Augstein in der Top Ten des Simon Wiesenthal Centers gelandet. Doch neben dem Irren aus Teheran und anderen bekannten antisemitischen Vollpfosten haben es die europäischen Fußballfans ebenfalls in die Top Ten geschafft. Darüber konnte man bisher eher weniger lesen. Und warum die Einschätzung völlig gerechtfertigt ist, beweisen gleich einige Fans in der Kommentarspalte bei den 11. Freunden:

„Hast du dir mal überlegt, warum Kassam-Raketen fliegen? Vlt. hängt es damit zusammen, dass die Israelis, also gleich Juden (->Antisemit?) die Agressoren sind, welche permanent weiter Siedlungsbau betreiben und somit Land okkupieren? Die vertriebenen Palästinenser vegetieren dann in Zeltlagern vor sich bin. Die Palästinenser werden im Gazastreifen isoliert, verelenden und verhungern.“ Quelle.

„Wer sich mal ein bisschen länger mit dem Thema beschäftigt und mal etwas tiefer geht, wird rausfinden, das der Antisemitismus größtenteils durch die Juden selber geschürt wird. Es ist beispielsweise vorgekommen, dass israelische Amtsträger sogar Juden als Antisemiten bezeichnet haben, weil diese den israelischen Staat kritisiert haben. Antisemitismus wäre in unserer heutigen Welt kein Thema mehr (zumindest in Europa und den USA) wenn die Juden nicht selbst alles israelkritische als Antisemitismus bezeichnen würden.“ Quelle

„Endlich mal jemand dem dieses Weichspülgelaber nicht den Blick auf die Fakten verdreht hat. Egal welches Land dieser Welt das solche Schweinereien begehen würde wäre wohl schon dem Erdboden gleich gemacht worden, aber die USA-Lobbyisten aus Israel dürfen sich alles erlauben und gegen wirklich jedes Menschenrecht verstoßen das existiert. Und auch wenn man selber den Holocaust ( auch wenn die Schweinerien da erwiesenermaßen extrem, unmenschlich und nichts zu rechtfertigen waren) erlebt hat macht es das nicht besser wenn man selber dann „menschenverachtende Politik“ betreibt und traurigerweise auch noch von den „Großmächten“ dabei unterstützt wird.“ Quelle

„Sollen die Feinen Israelis doch im Fußball in Asien mitspielen. Ma sehen ob die in den Länder- und Vereinsspielen gegen Irak, Iran, Syrien, Afghanistan oder im Besonderen gegen Ägypten mehr Spaß haben als mit uns „Antisemitischen“ Europäern“ Quelle

Der Anlaß für diesen antisemitischen Shitstorm ist ein lesenswertes Interview mit Dr. Shimon Samuels vom Simon Wiesenthal Center über die Einschätzung der europäischen Fußballfans…

Zwickau: Mit solidarischen Grüßen!

Am 11. Dezember wurde in der Zwickauer Lokalausgabe der »Freien Presse« von rassistischen Vorfällen in den unteren Spielklassen berichtet. Im Vorfeld hatte sich die SG Schönfels dazu entschlossen in die Öffentlichkeit zu gehen, da der Schönfelser Spieler Isaquito Giehler „inzwischen bei fast jedem Spiel“ rassistisch beleidigt wird.

Die Mitglieder von Marienthal United 08 wollten diesen Hilferuf nicht ungehört lassen und schrieben Isaquito und seinem Verein einen Brief, welchen wir an dieser Stelle veröffentlichen:

Hallo Isaquito,

als erstes wünschen wir Dir und Deinem Team noch alles Gute für das neue Jahr.

Mit Wut und Betroffenheit reagierten wir auf den »Freie Presse«-Artikel, in dem über Deine Situation bei Fußballspielen berichtet wurde. Wut verspürten wir, weil es uns ankotzt wenn ein junger Mensch beim Fußball oder anderswo, nur wegen seiner Hautfarbe dumm angemacht wird. Betroffen reagierten wir, weil wir solche Erlebnisse auch aus eigenem Erleben kennen.

Wir gründeten unser Fußballteam vor vier Jahren mit der Motivation ohne Nazis, und damit frei von jeglicher Diskriminierung, kicken zu wollen. Allein dieses offene Bekenntnis reicht manchem Gegner aus, um uns zu beleidigen oder regelrecht die Pest an den Hals zu wünschen.

Deshalb möchten wir Dir Mut machen am Ball zu bleiben und Dir den Spaß am Fußball nicht nehmen zu lassen. Gerade auch der Schritt mit den angesprochenen Problemen an die Öffentlichkeit zu treten, erfordert aus unserer Sicht viel Courage.

Um zu zeigen, dass hinter unseren Worten auch ernst gemeinte Taten stecken, möchten wir Dich und die SG Schönfels zu einem Freundschaftsspiel einladen. Bei diesem könnten wir, wenn beide Teams damit einverstanden sind, eine Spendenkasse herumgehen lassen und die Einnahmen an eine Initiative für Opfer rassistischer Übergriffe spenden.

Außerdem werden wir im April zu den »Tagen für Demokratie und Toleranz« ein Streetsoccerturnier auf dem Zwickauer Hauptmarkt organisieren. Bei diesem reichen 4-8 Spieler für ein Team. Da könntest Du also einfach mit ein paar Freunden mitkicken.

Bei beiden Veranstaltungen müsstest Du keine rassistischen Beleidigungen oder Attacken fürchten und falls sich doch Idioten verirren, schreiten wir gemeinsam ein. Wir hoffen Du freust Dich über unseren Brief und wünschen Dir für die Zukunft alles Gute beim kicken und allem anderen was Du sonst noch anpackst.

Mit solidarischen Grüßen
Marienthal United 08 & ‚Roter Baum‘ Zwickau